: „Ich war schonimmer ein Rebell“

Ex-Fußballer und Trainer Ewald Lienen präsentiert am 7. September in der RedBox sein Buch „Ich war schon immer ein Rebell – Mein Leben mit dem Fußball.

. Mit einem Fußball-Stadion zum Nachbarn wurde der RedBox die Verbindung zum liebsten Sport der Deutschen schon in die Wiege gelegt. Im September kommt der oft gefeierte, ehemalige Fußballspieler und Trainer Ewald Lienen, um aus seinem Werk „Ich war schon immer ein Rebell“ zu lesen und zu philosophieren.

Seit Ewald Lienen bei Borussia Mönchengladbach legendärer Linksaußen war, weckt er extreme Gefühle bei Fans und Fachleuten. Als Spieler, Trainer und Fußballfunktionär ist er bis heute ein Querdenker, ein leidenschaftlicher Rebell auf und neben dem Platz. Für einen Sternmarsch ließ er als Spieler schon mal das Training ausfallen, seine politische Haltung kostete ihn die WM 1978, und als Trainer handelt er sich mit seiner Akribie den Beinamen „Zettel-Ewald“ ein. Ewald Lienen ist eine einzigartige Gestalt im Profi-Fußball, in seiner Autobiografie erzählt er offen von sich, dem Fußball und seinem Leben, das in einfachen Verhältnissen begann und ihn national und international in die höchsten Fußballligen führte.

Ewald Lienen, 1953 in Schloß-Holte bei Bielefeld geboren, hat als Spieler und Trainer die Bundesliga über vier Jahrzehnte mitgeprägt. Seit Dezember 2014 ist er beim Kultverein FC St. Pauli angestellt, zunächst als Cheftrainer und seit Mitte Mai 2017 als Technischer Direktor. Mit Borussia Mönchengladbach wurde er zusammen mit Vogts und Heynckes deutscher Vizemeister und gewann 1979 den UEFA-Pokal. Dies ist sein erstes Buch.

Ewald Lienen erklärt der Rheinischen Post: „Was ich mit Rebellentum meine ist, dass ich immer einen klaren Standpunkt hatte und meine Meinung gesagt habe.“ Auf die Frage, ob das im Profi-Fußball überhaupt möglich sei, antwortet er: „Viele machen es nicht, zumindest nicht mit klarer Kante. […] Fußballer und Spitzensportler haben eine Vorbildfunktion. Ich habe meine dazu genutzt, auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam zu machen und über Alternativen zu sprechen. Dazu gehört allerdings auch, das Sporttreiben zu fördern, insbesondere in Teams, weil man dabei auch wichtige Grundtugenden und Lebensprinzipien wie Respekt, Fairness, Solidarität, Toleranz und das Einhalten von Regeln lernt. Es kann nicht darum gehen, um jeden Preis zu gewinnen.“