: „Ich will das Gefühl geben, dass die Stadt funktioniert“

: „Ich will das Gefühl geben, dass die Stadt funktioniert“

Er will mehr Bürgerbeteiligung, bessere Bus- und Rad-Infrastruktur, Mut zur Kreativität, eine bessere Verwaltung, Arbeitsplätze, mehr Grün und er will Oberbürgermeister werden: SPD-Kandidat Felix Heinrichs stellte sich am Donnerstagabend Parteimitgliedern und Gästen vor.

Felix Heinrichs begann am Donnerstagabend seine Rede mit einer Pause: „Ich bin sprachlos, dass so viele gekommen sind“. Am Ende stimmten 98,8 Prozent der 168 anwesenden Mitglieder für ihn. Auch das machte ihn sprachlos. Dazwischen bewies der SPD-Oberbürgermeister-Kandidat, dass er ein guter Redner ist. Fast 50 Minuten lang beschwor er einen Aufbruch für Mönchengladbach herauf, zeichnete ein Bild von Mönchengladbach, in dem bürgerschaftliches Engagement mehr zählt, wo der Wohnungsmarkt auf „neuen Füßen“ steht, in dem es mehr Miteinander der Kulturen, Lebensformen und Meinungen gibt und kreativ Arbeitsplätze geschaffen werden, in dem Rad- und Busverkehr verbessert werden, in dem sich mutige Bürger was trauen und nicht akzeptiert wird, dass Menschen sich in der Perspektivlosigkeit einrichten. „Es reicht nicht, als Oberbürgermeister am Tag der Mobilität über die Bismarckstraße zu radeln“, so Heinrichs, „von schönen Bildern wird nichts besser“. Heinrichs räumte auch Fehler ein, zum Beispiel in der Diskussion um die Blumenkübel auf dem Rheydter Markt: „Es muss möglich sein, dass Gastronomen vor ihren Kneipen Blumenkübel stehen haben.“ Man dürfe auch ruhig stolz sein, aus Rheydt, Giesenkirchen oder Neuwerk zu kommen. Jahrelang habe man versucht, Mönchengladbach zu vereinheitlichen.

Und Heinrichs warb für das neue Rheydter Rathaus. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Rathaus akzeptiert wird“, es müsse ein Zuhause der Bürger werden. Auch da sei das Stichwort Mitgestaltung. „Wir brauchen keine Obergeschmacksexperten“. Das Thema Sicherheit schnitt Heinrichs noch an – dunkle Ecken, wie am Platz der Republik müssten angegangen werden – und das Thema Verwaltung. „Verwaltung will einen Chef, der Chef ist“, so Heinrichs, er wolle mit den Mitarbeitern an einem Strang ziehen. Und in Sachen Müll will Heinrichs überzeugen statt strafen. „Ich will das Gefühl geben, dass die Stadt funktioniert“.