: Im Kreißbett mit den Prinzen

Zum Prinzendasein gehört nicht nur Feiern und Kamellewerfen. Am Donnerstagnachmittag hat das Prinzen-Paar Prinz Axel I. und Prinz Niersius Thorsten I. die Mutter-Kind-Klinik im Elisabethkrankenhaus besucht – und sich stark beeindruckt gezeigt.

Als männliches Prinzen-Paar zum Termin in die Mutter-Kind-Klinik? Keine Frage für Prinz Axel I. und Prinz Niersius Thorsten I.! „Als wir gefragt worden sind, haben wir gesagt: Natürlich machen wir das!“, erzählt Prinz Niersius Thorsten I. „Es gibt gar keinen Grund, das nicht zu machen, nur weil hier jetzt zwei Kerle stehen..!“

Für Eli-Geschäftsführer Thorsten Celary bedeutet der Prinzenbesuch eine große Wertschätzung. Zum Karneval bestehe eine starke Verbindung, und das Eli sei natürlich auch wieder auf dem Veilchendienstagszug vertreten, diesmal verkleidet als „Bio-Hühner“, verrät er zur Begrüßung der MKV-Delegation, zu der sich auch das Prinzenpaar der Ratheimer KG „All onger eene Hoot“ gesellt hat. Aus gutem Grund, denn Prinzessin Sigrid Hutmacher arbeitet seit 27 Jahren in der Klinik.

Wenig später stehen Prinz Axel I. und Prinz Niersius Thorsten I. in voller Prinzenmontur mitten im Kreißsaal. „Ach, wir gehen gern überall hin, wo wir sonst nicht hinkommen würden“, scherzt Prinz Axel I. Und kurz darauf tummelt sich das Prinzen-Paar auch schon samt Kinderkrankenschwestern und Direktor Dr. Harald Lehnen auf dem Kreißsaalbett.

Doch wer jetzt denkt, dass so ein Prinzentermin nur Spaß ist, täuscht sich gewaltig. Bei dem Besuch im Eli geht es wie bei vielen Terminen darum, die Aufmerksamkeit, die das Prinzen-Paar genießt, dafür zu nutzen, die Augen der Bürger auf besondere Leistungen zu lenken, auf Menschen wie die Ärzte und Krankenschwestern im Eli, die mit viel Einsatz und Herzblut Großes leisten. So betont auch Gert Kartheuser, Vorsitzender des Mönchengladbacher Karnevalsverbands e.V.: „Diesen Termin im Eli haben wir schon seit vielen Jahren. Das ist ein Termin, den die Prinzen sehr gern wahrnehmen.“

Vom Kreißbett aus geht es unter der Führung von Kinderärztin Dr. Sabine Keiser – selbst in Kindertagen Karnevalsprinzessin – weiter zur Frühchenstation. Die Prinzen sind sichtlich gerührt. Prinz Axel I. staunt: „Wenn man sieht, wie weit die Medizin ist, was man mit so wenig Mensch machen kann, und auch, mit wie viel Leidenschaft die Mitarbeiter hier bei der Sache sind - das ist schon beeindruckend!“ Prinz Niersius Thorsten I. fällt noch etwas sehr positiv auf: Die Ausstattung der Räumlichkeiten: keine Kacheln, kein Krankenhausgeruch. „Frisch, ja...“, erschnuppert er. „Aber es riecht nicht nach Krankenhaus!“

Wenig später stehen die Prinzen gerührt vor der Sternenkinderwand und schließlich auf der Kinderstation, wo ein paar kleine Patienten den Prinzen selbstgebastelte Karnevalsorden umhängen. Prinz Axel I. fasst zusammen: „Das ist eine ganz andere Facette des Karnevals, da erlebt man auf der einen Seite viel Freude, und wird auf der anderen Seite wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.“