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In Mönchengladbach-Rheydt hat Plattenladen „For the Record“ eröffnet

In Rheydt dreht sich der Plattenteller : Record Store für Glücksgefühle

MP3s downloaden? Musik streamen? Kann man machen. Für echte Musikkenner gibt’s aber nichts Besseres als Schallplatten. Ganz im Retro-Vinyl-Trend haben Norbert von Dahlen und André Dollmann von Oye jetzt in Rheydt den Plattenladen „For the Record“ eröffnet. Nach einem feierlichen Start, der zeitgleich mit dem Spotlight Chillout am Freitag, 5. August, stattgefunden hat, und einem turbulenten ersten verkaufsoffenen Samstag, 6. August, geht’s jetzt ans (Zwei-)Tagesgeschäft.

Mit ihrem Plattenshop „For the record“ auf der Friedrich-Ebert-Straße haben sich Norbert von Dahlen und André Dollmann von Oye einen Traum erfüllt. Beide Musikfans durch und durch – mit beeindruckenden Plattensammlungen und einer wahren Leidenschaft, die sie auch mal in den frühen Morgenstunden auf diverse Plattenbörsen treibt –, haben sie vor knapp einem halben Jahr begonnen, Pläne zu schmieden. Neben der „Jagd“ auf Schallplatten galt es vor allem, den richtigen Standort zu finden. Dass der in der Rheydter City liegen sollte, war klar. „Wir haben uns den Ort genau überlegt“, sagt Norbert von Dahlen, ehemals intres-Geschäftsführer und jetzt im Ruhestand. Rheydt habe zwar eine schwierige Zeit gehabt, aber durch das Quartiersmanagement sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Und er ist sicher: „So etwas wie hier braucht die Innenstadt!“ In diesen Zeiten mehr denn je. Denn, so von Dahlen, „Es gibt nichts Wichtigeres. Musik kann Glücksgefühle auslösen, ja, heilen, das kenne ich aus der sozialen Arbeit.“

„To live without my music

Would be impossible to do

In this world of troubles

My music pulls me through“

(aus „Music“, John Miles)

Dass „For the Record“ ein breites Publikum ansprechen soll, sieht man schon an der mit Plattencovern unterschiedlichster Genres geschmückten Wand. Der Albumtitel „Music for the Masses“ von Depeche Mode, der darunter zu finden ist, ist also Programm. „Wir bieten alle Genres – außer Klassik und Schlager, platzbedingt“, erklärt Dollmann von Oye. Auch reiche die Bandbreite von günstigen Scheiben bis zu hochpreisigen Sammler-Editionen – alles probehörbar an den beiden bereitgestellten Plattenspielern mit Kopfhörern. Natürlich hat man auch bei der Einrichtung nichts ins Blaue geplant. „Die Platten sollen im Mittelpunkt stehen“, so von Dahlen. Die Wände, einfach, aber doppelt blau gestrichen, der Boden original, die Schwerlastregale und Boxen – „alles wiederverwertbar!“ Das Beste hat man sich aber für den Schluss aufbewahrt: das besondere Lichtkonzept mit einer „Traube von Schlagzeugbecken an der Decke.“

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Über was die beiden sich am meisten freuen? „Darüber, dass es nun endlich losgeht!“, sagt Dollmann von Oye. Bei von Dahlen ist es „die Begegnung mit den Menschen.“ Denn in „For the Record“ drehe sich zwar ganz viel um den Plattenteller, aber auch darum, „Gleichgesinnte zu treffen, gemeinsam Musik zu hören und zu fachsimpeln.“