: Judas-Lesungen vor Start

Amateurschauspieler Bernd Schüren – in der Region bekannt durch seine erfolgreichen Ein-Personen-Stücke „Noah“ und „Kein bisschen weise“ – lässt sich von der Corona-Krise nicht verunsichern. Sein neuestes Projekt heißt „Judas“ und ist eine szenische Lesung. Nach intensiver Vorbereitung sollen jetzt die ersten Aufführungen stattfinden.

Die niederländische Autorin Lot Vekemans hat mit ihrem Werk „Judas“ einen sensiblen und ergreifenden Bühnenmonolog geschaffen, den Bernd Schüren (Regie: Stefan Filipiak) jetzt mit musikalischer Umrahmung präsentieren wird. „Das besondere Thema dieser szenischen Lesung legt Aufführungen in Kirchen nahe, die ja in den letzten Wochen und Monaten im Umgang mit den derzeitig gültigen Coronaregeln gute Erfahrungen haben sammeln und praktizieren können“, erläutert Bernd Schüren. Der Rheindahlener ist froh, dass es mit seiner Kunst, seinem Hobby endlich weitergehen kann. Den direkten Kontakt zum Publikum habe er schmerzlich vermisst.

Der Monolog beginnt, als Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger Jesu von Nazareth, die kirchlichen Bühnen des Niederrheins betritt. Ein schwieriges Unterfangen, hat sich doch das Bild des bestechlichen Verräters tief in unser christliches Bewusstsein eingebrannt. 2000 Jahre hat er unter dem „Shitstorm“ gelitten, den die Geschichtsschreibung über ihn hat hinwegfegen lassen. Laut Bernd Schüren ist es nun an der Zeit, „seine Sicht der Dinge darzustellen“.

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Judas erhält
eigene Stimme

Die Autorin Lot Vekemans versucht dies in ihrem Stück mit ungewohnten Sichtweisen auf die mythische Figur. Mehr noch: Sie verleiht Judas erstmals eine eigene Stimme, gibt ihm selbst die Möglichkeit, sich, seine Motive und Ziele darzulegen. Die Niederländerin zeichnet das Bild eines selbstreflektierten Judas, der hart mit sich ins Gericht geht, uns aber auch einen Spiegel vorhält. Denn die Fragen nach Schuld, Verrat und den Entscheidungen, die uns in politisch unsicherer Lage abverlangt werden, sind heute so aktuell wie zur Geburtsstunde des Christentums.

Geplante Aufführungstermine:

7. November, 19 Uhr, Evangelische Martin-Luther-Kirche, Südwall 32 in Rheindahlen, musikalisch umrahmt von Juliane Kamphausen (nur noch wenige Restkarten).

18. November, 19.30 Uhr, Evangelische Hauptkirche Rheydt, Hauptstraße 90, musikalisch umrahmt vonJohannes Quack, Kirchenmusikdirektor an der Antoniterkirche Köln.

Karten (9 Euro) gibt es coronabedingt nur im Vorverkauf: 02161/580623 oder karten@
bernd-schueren.de. Bei allen Vorstellungen gelten die aktuell gültigen Hygiene- und Abstandsregeln.