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: Kleine Häuser für stachelige Tiere

: Kleine Häuser für stachelige Tiere

Igel erfreuen sich besonders bei Kindern großer Beliebtheit. Jetzt, wo die kalte Jahreszeit ihren Einzug hält, brauchen die stacheligen Gesellen ein warmes Quartier für ihren Winterschlaf. Gärten mit viel Laub und Reisig sind da ideal, in „aufgeräumten“ Parks allerdings sehr selten. 18 Kinder aus Holt und Rheindahlen haben jetzt Abhilfe geschaffen und „Igelhäuschen“ gebaut.

Es wurde unermüdlich gebohrt, gesägt und geschraubt, denn die kleinen „Igel-Wohnungen“ müssen ja auch den Härten eines womöglich sehr rauen Winters standhalten. Entsprechend mussten die Kids mit geeignetem Material arbeiten – nämlich Siebdruckplatten. Darum kümmerte sich Michael Höfer, Hausmeister am Gladbacher Berufskolleg für Technik und Medien. Mehr noch: Er stand den jungen „Baumeistern“ mit Rat und Tat beiseite und leistete fachgerechte Hilfestellung.

Der 11-jährige Jan war – neben 17 anderen Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren, darunter fünf handwerklich begabte Mädchen – mit von der Partie. So manchmal gab er einen leichten Seufzer der Verzweiflung von sich, denn das Aussägen der kleinen Eingänge gestalte sich nicht immer einfach. „Es war schon sehr knifflig genau zu sägen, damit der Eingang klein bleibt und später keine Katzen eindringen können“, erzählt Jan. Auch die Arbeit mit dem Bohrer war für einige der Kinder nicht leicht. Hier war teilweise Präzisionsarbeit gefragt.

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Die Beschäftigung mit der Natur steht jährlich ganz oben auf der Liste der Aktivitäten in den Jugendfreizeiteinrichtungen St. Michael (Holt) und KOT St. Helena (Rheindahlen), die sich unter der Bezeichnung „Juneco“ (Esperanto für „Jugend“) zusammengetan haben. Tara Höfer, Pädagogische Mitarbeiterin: „Das Thema Natur und Klimaschutz nimmt bei uns immer sehr viel Raum ein. Im Sommer haben wir zum Beispiel Insektenhotels gebaut.“ Logische Folge daraus: Auch im Herbst sollte wieder eine Initiative – diesmal für den Winter – gestartet werden. Mit Feuereifer wurde unter den Kindern und Betreuern diskutiert, wobei dann schon bald allen klar war, dass der Igel in dieser Jahreszeit besonders schützenswert ist. „Der Igel braucht seinen Winterschlaf und hierfür benötigt er eben ein geeignetes Quartier“, waren sich die Kinder einig. Parks und andere Grünanlagen bieten den Igeln wenig Möglichkeiten zum Überwintern, da die Flächen gepflegt werden und daher frei von Ästen und Laub sind.

Dieser Tage konnte Tara Höfer stellvertretend für die beiden Jugendfreizeiteinrichtungen sechs fertige Igelhäuschen der mags übergeben. Tim Giebels, Meister Grünunterhaltung, der sich sehr über die kleinen Schlafquartiere freute, wird nun geeignete Standplätze ausfindig machen.