: Kriminalität im Netz stoppen

Mönchengladbach wird Teil des Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung fördert den Aufbau eines neuen Studiengangs „Cybersicherheit“ mit insgesamt sechs Millionen Euro an der Hochschule Niederrhein und Bonn-Rhein-Sieg. Die Entscheidung zu dieser Pilotphase feierten die Mönchengladbacher Beteiligten jetzt gemeinsam mit Wissenschaftsminister Isabel Pfeiffer-Poensgen im Landtag.

An beiden Standorten in Bonn und Mönchengladbach sollen ab dem Wintersemester 2020/2021 erstmalig Studiengänge zu den Themen „Cybersicherheit, Cyberkriminalität und Digitale Transformation“ angeboten werden. In der Pilotphase bis 2023 unterstützt das Wissenschaftsministerium den Aufbau mit der entsprechenden Förderung. Damit sollen jeweils bis zu fünf zusätzliche Professuren und je 250 Studienplätze geschaffen werden.

„Der digitale Wandel bietet uns in allen gesellschaftlichen Bereichen Chancen. Gleichzeitig müssen wir uns großen Herausforderungen stellen, wie beispielsweise der Zunahme von Kriminalität im Netz. Deshalb wollen wir mit den neuen Studiengängen die dringend benötigten Fachkräfte für IT-Sicherheit ausbilden“, so Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Zwei Hochschulen bilden eine moderne Verbundstruktur, um ein abgestimmtes Sortiment an Studiengängen zu diesem Zukunftsthema anzubieten“, freut sich der Präsident der Hochschule Niederrhein Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg.

Bereits im Koalitionsvertrag der NRW-Koalition 2017 ist die „Cybercrime-Akademie“ als wichtiges Ziel benannt. Bis zur Entscheidung für Mönchengladbach und Bonn sei jedoch eine kraftvolle Gemeinschaftsleistung notwendig gewesen, berichtet der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Jochen Klenner.

Es sei Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners gewesen, der nach einem Termin mit IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, Hochschulpräsident Hans-Hennig von Grünberg und Jochen Klenner die Idee zur Kooperation mit Bonn hatte: „Statt sich gegeneinander im Wettbewerb um die Landesfördermittel zu zerreiben, haben dann beide Standorte gemeinsam an der Kooperationsidee gearbeitet. Die Unterstützung durch das Wissenschaftsministerium ist nun ein Zeichen des Vertrauens und der Verantwortung zugleich: Bis zur Evaluation in 2022 sollen die Studiengänge so gut angelaufen sein, dass dann ein weiterer Ausbau möglich ist“, so Klenner.

Schon jetzt sei für ihn der „Cyber-Campus“ aber auch eine „Blaupause“ für weitere Zukunftspläne am Hochschulstandort Mönchengladbach: „Wir haben gezeigt, was Mönchengladbach leisten kann, wenn Politik, Verwaltung, Hochschule und Wirtschaft sich zusammenschließen – das soll uns nun auch beim Thema „Wissenscampus“ am alten Polizeipräsidium gelingen“, erklärte Klenner.

Optimistisch zeigt sich auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings: „Als für IT-Sicherheit zuständiger Parlamentarischer Staatssekretär im Bund weiß ich um die Bedeutung dieses Themas für Staat, Wirtschaft, aber auch alle private Nutzer. Unserer Wirtschaft entsteht durchCyber-Kriminalität jährlich ein Schaden in Milliardenhöhe. Für dieAttraktivität des Hochschulstandorts Mönchengladbach ist der Cyber-Campus NRW eine wegweisende Entwicklung.“