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: „Näht es bunt fürNase und Mund!“

: „Näht es bunt fürNase und Mund!“

Mancherorts sind sie schon länger Pflicht, ab morgen heißt es auch bei uns: Maske an, wenn’s zum Einkaufen geht oder man mit den „Öffis“ fährt. In Neuwerk wird schon fleißig genäht.

Die Senioreneinrichtungen, Kliniken und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung bekommen seit geraumer Zeit Angebote und Nachfragen, ob selbst gemachte Masken benötigt würden – beispielsweise von Ehrenamtlichen, die aufgrund des allgemeinen Zutrittsverbots zurzeit nicht in den Häusern helfen dürfen. Um die vielen Fragen und Angebote zu bündeln, hat die St. Augustinus Gruppe, zu der auch das Krankenhaus Neuwerk gehört, eine große Aktion ins Leben gerufen. „Wir nehmen die Bereitschaft der Bevölkerung mit großer Freunde auf“, sagt Christina Jacke, Sprecherin der Unternehmensgruppe. „Wir haben eine Telefon-Hotline eingerichtet und Nähanleitungen online gestellt. So können die Näherinnen und Näher gewisse Mindeststandards einhalten, was Material und Größe der Behelfs-Masken angeht.“ Darüber hinaus lenkt die Gruppe die Logistik, so dass alle Einrichtungen der St. Augustinus Gruppe gleichermaßen profitieren.

Zwar gibt es bei der Gesundheitsgruppe mit Sitz in Neuss zurzeit noch ausreichende Mengen an medizinischem Mund-Nasen-Schutz, und der Einkauf bemüht sich ständig um Nachschub. Doch trotz weltweit erhöhter Produktion drohen Engpässe – zumal das Tragen im öffentlichen Raum ab kommender Woche Pflicht ist.

„Die selbst genähten Exemplare aus Baumwollstoff halten bei Husten, Niesen und Sprechen des Trägers zumindest grobe Tröpfchen ab“, bestätigt Prof. Dinko Berkovic, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Krankenhaus Neuwerk: „Einfache Masken schützen nicht ihre Träger. Sie sind zum Schutz aller anderen da.“ Dies sei gerade in den Häusern der Senioren- und Behindertenhilfe, wo viele Menschen leben, die zur Corona-Risikogruppe zählen, ein wichtiges Argument.

Für die selbst genähten Mund-Nasen-Masken werden unter anderem kochfeste Baumwolle, Vlies sowie eine Nähmaschine, Schere und Stecknadeln benötigt.

„Näht es bunt für Nase und Mund!“, reimt Christina Jacke und freut sich auf viele farbenfrohe Masken.