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Neue Gesamtstrategie der Stadt Mönchengladbach

Neue gesamtstädtische Strategie fokussiert globale Trends : Mönchengladbach stellt sich neu auf

Mit einer Gesamtstrategie machen sich Stadt und Verwaltung fit für die Zukunft. Dabei geht es nicht allein um lokale Herausforderungen wie etwa die Verödung der Zentren, sondern auch um globale Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung, demografischen Entwicklung und Migration.

Mönchengladbach ist die größte Stadt am linken Niederrhein, hier leben über 270 000 Einwohner*innen aus 150 Nationen. „Die Stadt ist eine Sammlung aus vielen und aus Vielfalt, und genau hier liegen unsere Stärken“, erklärte Oberbürgermeister Felix Heinrichs anlässlich der Präsentation der Strategie für die Gesamtstadt. Basierend auf dem Städtebaulichen Masterplan („MG 3.0“) aus 2013 und der Stadtentwicklungsstrategie mg+ (2016 - 2021) geht es nun im nächsten Schritt darum, den Handlungsrahmen stärker auf zukünftige Herausforderungen auszurichten. Welche das sind? Zum Beispiel Klimawandel, Digitalisierung und Migration, aber auch ganz lokale Probleme wie der Braunkohleausstieg, die Entwicklung der Innenstädte oder aber die soziale Trennung innerhalb der Gesellschaft.

„Wir geben konkrete Ziele vor und beteiligen die Menschen direkt, damit sie in unserer Stadt gut leben können“, so Heinrichs. Im Fokus dabei stehen sechs Schwerpunkte, an denen sich das Verwaltungsdenken und -handeln orientiert – konstruktiv und lösungsorientiert, weniger in Dezernaten, sondern mehr in Themen und Projekten. Dafür wurde die Stabsstelle I/2 „Strategische Entwicklung“ im Dezernat I zum Antriebsmotor für diesen Wandel geschaffen. Sie soll auch sicherstellen, dass die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit verbessert wird, denn oft genug gibt es Themen, die unterschiedliche Schnittmengen haben und mit denen sich gleich mehrere Fachbereiche beschäftigen. Der Klimawandel sei beispielsweise nicht ausschließlich im Fachbereich Umwelt verortet, sondern müsse auch in nahezu allen anderen Bereichen stets mitgedacht werden.

Konkret geht es dabei um Fokusthemen wie die Entwicklung von Wohnraum für alle, um die Priorisierung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz, um eine eine zukunftsorientierte Mobilität, um die Gestaltung des Strukturwandels, um die Stärkung der Sozialstruktur in der Stadt, um verbesserte Bildungserfolge und um die Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes auf die Anforderungen von morgen. „Eine klare Verantwortlichkeit und eine projektorientierte Organisation sollen die Schwerpunktthemen im Verwaltungshandeln fest verankern und sie im Arbeitsalltag allgegenwärtig machen“, sagte Heinrichs.

Das bedingt zum einen die Sicherstellung des notwendigen finanziellen Handlungsspielraums, aber auch eine moderne Arbeitsstruktur innerhalb der Verwaltung. „Die Umsetzung der Gesamtstrategie funktioniert nur mit den Mitarbeiter*innen, sie sind das Rückgrat der Stadt“, betonte Beigeordneter Matthias Engel.

Für Dr. Gregor Bonin ist der Strukturwandel einer der wesentlichsten Punkte innerhalb der Gesamtstrategie, „aber der ist hier noch nicht überall angekommen“, bedauerte der Stadtdirektor. Bestes Beispiel sei ein möglicher Kohleausstieg vor 2030: „Wo kommt der Strom dann her und wie erreichen wir die Menschen mit alternativen Energieformen?“ Fragen, auf die die Gesamtstrategie Antworten liefern soll. „Und zwar solche, die wir auch tatsächlich umsetzen können“, betonte Bonin.

Die Gestaltung der Zukunft der Stadt – „wir wollen die Bürger*innen auf diesem Weg mitnehmen und einladen sich für ihre Stadt zu engagieren", so der Verwaltungsvorstand. Mehr dazu gibt es unter www.stadt.mg/strategie.