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: Nur Glasfaser ist grenzenlos schnell

: Nur Glasfaser ist grenzenlos schnell

Die städtische Gigabit-Strategie sieht den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser vor. Einen Überblick über die aktuelle Situation gibt eine neue Webseite.

Die Gesten auf die Frage von Benjamin Schmidt, wer von den Anwesenden zu Hause ein Glasfasernetz nutze, war bezeichnend: allgemeines Kopfschütteln. Besser als bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Webseite www.gigabitcity.de hätte man die Breitband-Situation in Mönchengladbach nicht auf den Punkt bringen können. Schmidt, städtischer Breitbandkoordinator, weiß um die Problematik: „Bei uns in der Stadt gibt es drei Infrastrukturen: VDSL-, Kabel- sowie reine Glasfasernetze. Mit der neuen Website möchten wir Unterschiede aufzeigen und die Vorteile reiner Glasfasernetze demonstrieren. Nur reine Glasfaser ermöglicht gesicherte Bandbreiten im Down- und Upload ohne Begrenzungen.“

Mit der von der WFMG in Kooperation mit der Agentur „Next Levels“ aufgebauten Informationsplattform können Interessenten gebündelte und werbefreie Informationen zum Thema Internet in Mönchengladbach erhalten. „Die Plattform zeigt, dass seitens der Stadt ein klarer strategischer Fokus auf reine Glasfasertechnologie gelegt wird. Neben Infos für Nutzergruppen ist die Webseite auch ein Signal für interessierte Anbieter, die reine und von der WFMG begleitete Glasfaserprojekte in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung umsetzen wollen“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Gute Erfahrungen mit der Bündelung von Informationen und einer umfassenden Kommunikation zum Thema Breitband hat die WFMG bereits in den vergangenen Jahren gesammelt. „Inzwischen sind fast alle zusammenhängenden Gewerbegebiete Mönchengladbachs mit neuester Glasfasertechnologie ausgestattet. Auch bei Neubau-Wohngebieten ist eine reine Glasfaseranbindung die einzig wirklich zukunftsfähige Lösung“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG und Geschäftsführer der WFMG. Rafael Lendzion, Teamleiter für Digitalisierung und Unternehmensservice bei der WFMG, ergänzt: „Eine moderne Infrastruktur sichert auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Mönchengladbach.“

Die Webseite zeigt die Verbreitung der Netze in Mönchengladbach auf einer interaktiven Karte auf einen Blick. Dazu gibt es passende Verweise zu allen Anbietern, um Interessenten eine Verfügbarkeitsprüfung der eigenen Standorte zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, den eigenen Bedarf für schnellere Glasfaseranschlüsse zu melden. „Die Nachfrage ist für erfolgreiche Glasfaserprojekte ein entscheidender Faktor“, sagt Schmidt. „Nur bei ausreichendem Interesse der Nutzer ist ein Ausbau für die Anbieter wirtschaftlich. Wenn viele Bürger in einem Ortsteil mitmachen, ist das ein gutes Argument der Stadt gegenüber den Anbietern und gute Werbung für einen Glasfaserausbau.“

Auffällig ist, dass die beiden Stadtzentren in Gladbach und Rheydt im Gegensatz zur Peripherie so gut wie gar nicht mit moderner Glasfaser ausgestattet sind. „Da der Trend zum Mobilen Arbeiten und Home-Office anhalten wird, werden die Bürger dort bald den Bedarf nach einer schnelleren Internetleitung erkennen und eine entsprechende Nachfrage generieren“, ist WFMG-Chef Schückhaus überzeugt.