: Talente undFamilie im Fokus

Wahrscheinlich nahm die Geschichte des GHTC dort, wo früher die Radrennbahn war, ihren Anfang. So ganz genau ist das nicht überliefert. Fakt ist, dass die Vereinsgründung 100 Jahre her ist und der GHTC heute An den Holter Sportstätten ein wahres Vereins-Traumgelände bewirtschaftet. Für seine Arbeit ist er vom Deutschen Olympischen SportBund als besonders familienfreundlich ausgezeichnet worden. Wir waren dort.

. Selbst Menschen, die mit Hockey nichts an der Mütze haben, verbinden mit dem GHTC untrennbar die Namen Florian Kunz und Michael „Micky“ Hilgers. Ersterer war Weltmeister, fünffacher Europameister, Deutscher Meister und 2001 Welthockeyspieler. Zweiterer ist Silbermedaillengewinner bei der Olympiade in Soul und brachte vier Jahre später aus Barcelona Gold mit. Titel hagelte es auch in der Tennisabteilung. Und der Europapokal der Pokalsieger im Herren-Hockey, den die GHTCler aus England an den Niederrhein holten... Talentförderung ist denn auch immer ein großes Thema beim Gladbacher Hockey- und Tennis- Club gewesen. Aber der Club ist mehr als eine Talentschmiede. „Wir versuchen, in die Breite zu gehen, gleichzeitig aber auch leistungsbezogen zu arbeiten“, sagt Dorothee John Steimel, Ressortleiterin Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand des GHTC. Das noch recht neue Athletiktraining wird denn auch für alle Leistungsklassen angeboten. „Das gibt es zusätzlich zum normalen Ausdauertraining und soll helfen, den Körper optimal aufzubauen und die Koordination zu stärken“, sagt Dorothee John Steimel.

Dass auf dem Gelände An den Holter Spielstätten der Fokus auf die ganze Familie gelegt wird, sieht man auf den ersten Blick. Es gibt einen hochwertigen Spielplatz mit Holz-Kletterturm und sogar ein vereinseigenes Freibad, das zur Zeit natürlich stark gefragt ist. Auf der Sonnenterrasse des Vereinsbistros können sich auch die entspannen, die gerade nicht Hockey oder Tennis spielen. Jährliche Zeltlager mit Training und Spielen auf dem Gelände und auch außerhalb bieten zusätzliche Anreize. Spezielle Schnupperangebote hat der Verein extra kreiert, wenn dieses Angebot noch nicht reicht, die Jugendlichen dauerhaft zu interessieren. „Jugendliche sind oft sprunghaft“, weiß Dorothee John Steimel, dass der Hockey- oder Tennisschläger manchmal schon nach ein paar Wochen wieder in der Ecke steht.

Die Anlage auf dem ehemaligen Ziegeleigelände, das die Firma Achter seinerzeit dem Club zur Verfügung gestellt hat, sei ein in sich geschlossener Bereich, sagt John Steimel. Hier würde jeder auf jeden acht geben. Die Jugendlichen hätten da zum Beispiel auch ein Auge auf die kleineren Kinder. Zwischen 700 und 800 Mitglieder zwischen drei und 80 Jahren hat der Verein.

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