1. Städte
  2. Mönchengladbach
  3. Meine Heimat

Umgestaltung Geropark in Mönchengladbach

Plakate informieren über Umgestaltung : Der (Gero)park für alle

An den Plänen zur Umgestaltung des Geroparks gibt es aktuell viel Kritik von Anwohnern und Initiativen, „als moderne Stadt müssen wir darauf eingehen“, betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs am Mittwoch bei einem Ortstermin. Zum Beispiel mit einer neuen Plakataktion, die mehr Informationen bringen soll.

Stichwort „Bürgerbeteiligung“ – für den OB ein wichtiges Thema. „Der Geropark soll ein Park für alle werden, deshalb ist mir der direkte Austausch wichtig“, sagt Felix Heinrichs. Zwar gab es zu der Maßnahme „Aufwertung des Geroparks“ im August vergangenen Jahres eine Informationsveranstaltung, auch befinden sich an verschiedenen Orten im Geropark bereits QR-Codes, die über den aktuellen Planungsstand informieren, trotzdem scheint in der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Quartiersmanagement und interessierten Bürgerinnen und Bürgern nicht alles rund zu laufen. Es seien viele falsche Informationen im Umlauf, „als Verwaltung müssen wir aus dem Prozess lernen, um zu verhindern, dass in ein Projekt so viel Unruhe kommt“, so der Oberbürgermeister.

Ein erster Schritt sind die neuen Plakate mit vielen Hintergrundinformationen zu den Schwerpunktthemen Wasser, Bäume, Sicherheit, Ökologie und Klima.

„Die Plakate geben einen guten Überblick, warum wir was planen und welchen Mehrwert der Park nach seiner Umgestaltung haben kann“, sagt Felix Heinrichs – und betont noch einmal ausdrücklich, dass die Politik zum Geropark bislang noch keinen finalen Beschluss gefasst habe. Jede Bürgerin und jeder Bürger habe weiterhin die Möglichkeit, Anregungen mitzuteilen. Zur direkten Kontaktaufnahme ist auf den Plakaten die Telefonnummer des Quartiersmanagers Frank Jessen angegeben.

„Es ist gut, wenn sich die Menschen für ihre Stadt engagieren. Das Bewusstsein für die Bedeutung der Bäume im urbanen Raum ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels sehr groß. Wir wollen die Menschen im Gestaltungsprozess mitnehmen, an dessen Ende ein Kompromiss stehen wird“, so OB Heinrichs. Mit der initiative altstadt werde er persönlich das Gespräch suchen. „Wir setzen uns gerade sehr intensiv mit den geäußerten Kritikpunkten auseinander.“

Am 12. April um 19 Uhr gibt es eine weitere Möglichkeit, zu diesem Thema mit dem ersten Bürger der Stadt ins Gespräch zu kommen. Geplant ist eine 90-minütige Bürger-Sprechstunde, die aus Pandemiegründen allerdings als Videokonferenz durchgeführt wird. Wer daran teilnehmen möchte, sollte sich bitte vorher per E-mail an Oberbuergermeister@moenchengladbach.de unter Angabe des Betreffs „Bürgersprechstunde Geropark“ anmelden. Die Teilnehmer erhalten rechtzeitig vor der Sprechstunde einen entsprechenden Link. Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen erst einmal auf 50 Bürger*innen begrenzt. Damit keine Meinung und Idee verloren geht, können sich die Bürger*innen auch direkt an das Quartiersmanagement wenden. Ansprechpartner und Kontaktdaten gibt es im Internet unter www.qm.mg. Dort findet man übrigens auch die ausführlichen Pläne zur Umgestaltung des Geroparks.

Die Maßnahme „Aufwertung des Geroparkes“ ist Bestandteil des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes Soziale Stadt Gladbach und Westend. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 5,1 Millionen Euro, von denen 4,6 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln geförrdert werden. Voraussetzung für diese Gelder ist eine Umsetzungs- und Abrechnungsfrist bis zum 31. März 2023. Die Bau- und Abrechnungszeiten werden mit ca. 18 bis 20 Monaten kalkuliert.