: Zonta-Frauen setzen einLeuchtzeichen gegen Gewalt

: Zonta-Frauen setzen einLeuchtzeichen gegen Gewalt

„Say No – Orange the World“ heißt es am 25. November weltweit am Tag gegen Gewalt an Frauen. Mit orangen Illuminationen beteiligen sich auf Initiative der Zonta-Frauen vom Theater bis zum Borussen-Stadion eine ganze Reihe von Vereinen, Firmen und Organisationen mit ihren Gebäuden an der Aktion.

. Die Christusstatue in Rio hat schon orange geleuchtet, der Eiffelturm, das Bundeskanzleramt in Wien, der Passauer Dom, die Münchner Frauenkirche und im letzten Jahr das Kühlen Quartier. „Das war nur ein Anfang“, sagt Traute Dornieden, jetzt holen die Zonta-Frauen so richtig aus. Mit orange beleuchteten Gebäuden wollen sie und ihre Mitstreiterinnen von Soroptimist und der städtischen Gleichstellungsstelle für das Thema Gewalt an Frauen sensibilisieren.

40 Prozent haben schon
Gewalt erfahren

„40 Prozent aller Frauen haben bis zu ihrem 60. Lebensjahr irgendwann einmal eine Gewalterfahrung gemacht“, sagt Dr. Monika Hedding-Eckerich, Präsidentin des Zonta-Clubs Mönchengladbach. Darunter zählten Kinderehen, Zwangsverheiratungen, Zwangsprostitution, Beschneidungen, aber auch nichtkörperliche Gewalt. „Der alltägliche Sexismus ist auch schlimm“, so Monika Hensen-Busch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, „zweideutige Bemerkungen, auf die Frauen keine Antwort wissen, auf die nicht schon wieder ein Witzchen folgt zum Beispiel.“

Viele Partner
mit im Boot

Die Zonta-Frauen haben bei den Trägern großer Gebäude angefragt und konnten bislang Borussia, das Stadttheater, das Minto, die Kaiser-Friedrich-Halle, die Textilakademie, die FH, das Architektengebäude Abdel Hamid, die Stadtbibliothek und das Atelierhaus Steinmetzstraße dafür gewinnen, ein orange leuchtendes Zeichen in Form einer Gebäude-Illumination zu setzen. GEM und mags überlegen noch. „Wir fangen mit kleinen Zeichen an“, sagt Zonta-Frau Daniela Dienst. Obwohl, so klein nun auch wieder nicht: „Damit können wir uns schon ganz schön groß fühlen“, findet Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, Schirmherrin der Aktion.

Im Minto werden die Frauen an einem Infostand zu finden sein. Dort gibt es orange Klementinen (vom Minto spendiert) und Infomaterial mit der bundesweiten Nummer des Hilfetelefons. „Wir haben die Flyer extra klein gemacht, damit betroffene Frauen sie dezent in der Tasche verschwinden lassen können“, so Traute Dornieden.

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