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Nach umstrittener Rede ist Mona Aranea aus Partei ausgetreten

Grünen-Politikerin zurückgetreten : Parteiaustritt nach umstrittener Rede

Nach einer entsprechenden Aufforderung durch den grünen Kreisverband und die grüne Fraktion ist Mona Aranea gestern aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach ausgetreten und hat zugleich ihre Position als stellvertretende Bezirksvorsteherin des Stadtbezirks Ost zur Verfügung gestellt.

In einer Erklärung begrüßten die Vorstände von Fraktion und Kreisverband der Grünen in Mönchengladbach den Parteiaustritt der Politikerin Mona Aranea sehr. „Auf das persönliche Mandat in der Bezirksvertretung Ost hat die Fraktion allerdings keinen Einfluss, sie kann es Mona Aranea nicht entziehen. Gleichwohl haben wir Mona Aranea nachdrücklich dazu aufgefordert, auch ihr über die grüne Liste errungenes Mandat in der Bezirksvertretung Ost aufzugeben“, heißt es in der Erklärung. Mona Aranea hatte mit einem umstrittenen Auftritt als Rednerin auf einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen am Ostersonntag weitgehend Befremden ausgelöst – auch in den eigenen Reihen. Unter anderem hatte sie Coronamaßnahmen in Schulen und Kitas als „Gewalt“ bezeichnet.

Die CDU hatte wenige Tage später mit einer Pressemitteilung reagiert und die Ampelkoalition zu einer Stellungnahme aufgerufen.

Die Grünen distanzierten sich sofort von den Äußerungen, räumten zunächst aber ein, als Partei, die intern divergierende Meinungen selbstverständlich zuzulassen, und vor diesem Hintergrund jede Meinung zu respektieren, „auch wenn sie schwer zu ertragen sein sollte.“ Eine demokratische Partei, wie die Grünen es seien, halte dies aus, sie lebe vom Diskurs und den unterschiedlichen Positionen. Sie werde in diesem Fall aber nicht von Mona Aranea repräsentiert.