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Pläne für Rossweide, Gelderner, Post- und Hochstadenstraße

Stadt will in Wickrath Lücken im Radwegenetz schließen : Mehr Streifen und Inseln

Die Stadt möchte in Wickrath Lücken im Radwegenetz schließen und die Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr erhöhen. Geplant ist, Schutzstreifen und Verkehrsinseln im Bereich der Gelderner Straße, Poststraße, Rossweide und Hochstadenstraße einzurichten. In seiner Sitzung am 1. Februar hat der Ausschuss für Umwelt und Mobilität das Vorhaben beschlossen.

Derzeit besitzen die genannten Straßen keine Radverkehrsanlagen – mit Ausnahme eines kurzen, einseitigen Radwegeabschnitts auf der Gelderner Straße. Der betreffende Bereich stellt damit eine Lücke im Radverkehrsnetz dar, die nun geschlossen werden soll. Die Schutzstreifen werden je nach Straße eine Breite von 1,50 bis 1,75 Meter haben und sind an zwei Stellen unterbrochen: Zum einen in der Kurve, die die Hochstadenstraße am Schlosspark macht, in Fahrtrichtung Nord, weil sich die Fahrbahn hier trichterförmig verengt. Hier sollen Radfahrer weiterhin im Mischverkehr mit den Autos fahren, dürfen aber künftig nicht mehr überholt werden. Zum anderen wird der Schutzstreifen auf der Gelderner Straße im Kreuzungsbereich zu den anderen Straßen unterbrochen, damit hier die Abbiegespuren für den motorisierten Verkehr erhalten bleiben können. Ob eine weitere Unterbrechung vor der Begegnungsstätte von AWO und DRK auf der Rossweide möglich ist, um hier ergänzend zum vorhandenen Parkplatz eine Haltemöglichkeit für PKW zu schaffen, wird noch geprüft.

Auch drei Verkehrsinseln sollen auf der Hochstadenstraße und Rossweide eingerichtet werden: zwei nur für Fußgänger, eine zusätzlich auch für Radfahrer. Auf der Gelderner Straße wird auf Höhe der Jahnstraße eine Verkehrsinsel nur für den Radverkehr gebaut. Denn hier soll der Schutzstreifen in Fahrtrichtung Nord enden und der Radverkehr auf den Zweirichtungsradweg auf der anderen Straßenseite wechseln.

Stellenweise wird in den betroffenen Straßenzügen derzeit häufig widerrechtlich gekippt auf dem Gehweg geparkt. Dieses Parken wird künftig nicht mehr möglich sein. 23 offizielle Stellplätze müssen zudem für die Maßnahme entfallen. Das Parkraumangebot bleibt nach Einschätzung der Fachverwaltung im betroffenen Abschnitt grundsätzlich ausreichend. Ein großes Parkplatz-Angebot steht in unmittelbarer Nähe an der Adolf-Kempken-Halle zur Verfügung. Direkt angrenzend daran vermarktet die EWMG ein Grundstück für ein Bauprojekt. Diese Vermarktung soll auf die Möglichkeit überprüft werden, dort öffentliche Parkmöglichkeiten zu schaffen. Weiterhin wird die Verwaltung prüfen, inwiefern sich das Parken rund um den Besuchsverkehr des Sportvereins TuS Wickrath optimieren lässt. Dabei wird untersucht, inwiefern durch ein Parkleitsystem eine stärkere Nutzung des P&R Parkplatzes am Wickrather Bahnhof erreicht werden kann.

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Grundlage für die jetzt beschlossene Planung von Fahrrad-Schutzstreifen und Verkehrsinseln sind der Masterplan Nahmobilität aus dem Jahr 2017, das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept Wickrath und die Lärmaktionsplanung. Die Kosten belaufen sich auf ca. 245 000 Euro.