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Rheindahlenerin Lara Marie Meyer geht als Stipendiatin in die USA.

Austausch mit Bundestags-Patin : Als Stipendiatin in die USA

Einst zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten ausgerufen, verfügen die Vereinigten Staaten nach wie vor über eine große Strahlkraft. Lara Marie Meyer hat es geschafft, sich im Auswahlprozess des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) durchzusetzen. Nun darf die 15-jährige aus Rheindahlen im August für zehn Monate als Stipendiatin der Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel (SPD) über den großen Teich reisen.

Als Junior-Botschafter*in für Deutschland den American Way of Life erleben – das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) lässt diesen Wunsch für junge Menschen seit 1983 Wirklichkeit werden. Als Stipendiaten des Deutschen Bundestages besuchen sie ein Community College und absolvieren ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb oder sie leben in Gastfamilien und besuchen die High School. Auf Lara Marie Meyer trifft letzteres zu. Eigentlich hatte die Schülerin am Gymnasium Rheindahlen schon im März eine Gastfamilie aus Washington zugewiesen bekommen. Allerdings musste diese zwischenzeitlich wieder von ihrem Engagement zurücktreten. Doch auch wenn die Information, wohin die Reise denn letztendlich gehen wird, noch auf sich warten lässt, der Vorfreude tut das keinen Abbruch. „Ich bin  schon sehr aufgeregt, allerdings nur im positiven Sinne“, so die 15-jährige, die überhaupt keine Bedenken verspürt und die laut eigenem Bekunden immer schon ein Auslandsjahr machen wollte. Wohin es sie genau verschlägt, sei ihr im Grunde egal: „Klar wären Kalifornien oder Florida tolle Gegenden, aber letzten Endes kommt es ja nicht darauf, wo man ist, sondern mit welchen Leuten man dort ist und ob man sich mit der Gastfamilie gut versteht“, zeigt sich die Schülerin bewusst offen.

Bis Lara im Februar die Zusage zum Stipendium bekommen hatte, musste sie einen längeren Bewerbungsprozess durchlaufen und mehrere Mitbewerber aus dem Feld schlagen. Unter anderem galt es, bei einem persönlichen Gespräch mit anderen Anwärtern in Köln zu bestehen. Hier musste etwa ein Referat gehalten und ein Test des Bundestags und der amerikanischen Botschaft absolviert werden. Nach längerer Wartezeit kam dann ein Anruf, dass die das Stipendium begleitende Organisation GIVE (Gemeinnütziger Verein für Internationale Verständigung) Lara weiterempfehlen würde, gefolgt von einem Zoom-Call mit der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel als letzter Hürde. Eine Woche später hatte die junge Rheindahlenerin die Zusage in der Tasche.

Englisch sei zwar nie das Lieblingsfach der 15-jährigen gewesen, aber sie sei im Unterricht eigentlich immer ganz gut mitgekommen, sagt sie. Zudem habe sie das Fach jetzt als Leistungskurs gewählt. Überhaupt spricht vieles dafür, dass Lara gut zurecht kommen wird. „Ich habe kein Problem damit, auch mal über einen längeren Zeitraum von meiner Familie getrennt zu sein“, sagt sie. Den telefonischen Kontakt in die Heimat will die Stipendiatin möglichst auf einmal in der Woche beschränken, auch um so erstmal richtig vor Ort anzukommen. Sie findet: „Wenn man Probleme hat, lassen sich diese ja auch immer mit der Gastfamilie und der Organisation klären.“

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Generell werden die Stipendiaten während ihrer Zeit in Übersee nicht allein gelassen. Regelmäßig stehen sie im Austausch mit ihren Ansprechpartnern von GIVE und legen diesen Berichte über ihr Leben in den USA vor. „Und auch ich bin als Patin jederzeit erreichbar, wenn es Probleme gibt“, verspricht Gülistan Yüksel. 

Für den Extra-Tipp wird die Stipendiatin hier und da von sich hören lassen, um die Leser*innen an ihren Eindrücken vom American Way of Life teilhaben zu lassen.