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Stadtsparkasse MG ermöglicht Anschaffung eines "Sinneswagen"

Caritas-Pflegewohnhaus bietet Bewohnern Wellness für alle Sinne : Ein Snoezelmobil für Senioren

Entspannung, wenn die Gedanken wieder zu sehr kreisen, Ablenkung und Aufmunterung, wenn die Tage lang und der Bewegungsradius klein, wenn nicht gar gleich null ist. Den 36 Senioren und Seniorinnen im Caritas-Pflegewohnhaus Theresianum auf der Kaiserstraße steht dank der Zuwendung aus dem PS-Zweckertrag der Stadtsparkasse Mönchengladbach dafür jetzt ein „Snoezelmobil“, auch Sinneswagen genannt, zur Verfügung.

Anneliese Eichmanns kennt sich schon gut aus mit dem „Snoezelmobil“. Die 80-jährige Bewohnerin und frisch ernannte Beiratsvorsitzende des Caritas-Pflegewohnhauses Theresianum ist eine der ersten, die die Neuanschaffung ausprobiert hat. „Die Bilder an der Wand, untermalt von der Musik – das ist sehr entspannend und beruhigend“, erklärt sie, sucht ihr favorisiertes Effektbild heraus, eine Scheibe mit einem Astmotiv, die in den Projektor gelegt wird, zeigt, wie sie es mit der Fernbedienung farblich verändern kann, und führt auch vor, wie das Sprudeln in der Blasensäule auf stärker, heller oder farbig gestellt werden kann. „Am schönsten ist es, wenn die Farbe wechselt“, findet sie. Was die Aromatherapie per Diffusor angeht, hat sie schon die Duftnote „Kuscheltraum“ für sich entdeckt. Und an der Meditationsmusik, die individuell zusammengestellt werden kann, schätzt sie, dass sie „so gewählt ist, dass man sie nicht so schnell satt wird“. Ein wichtiger Aspekt beim Snoezelmobil und den vielen Möglichkeiten, die Sinne anzusprechen. „Wir achten natürlich darauf, dass es nicht zu einer Reizüberflutung kommt“, sagt Einrichtungsleiterin Birgit Vitz. Das gilt nicht nur für noch mobile Bewohner*innen wie Anneliese Eichmanns, sondern erst recht für Bettlägerige, zu denen das Snoezelmobil mit dem kompletten Equipment ins Zimmer gefahren werden kann, und auch für an Demenz Erkrankte, um ihnen ein gutes Stück Lebensqualität zu geben. Mit visuellen Effekten, Aromatherapie, Entspannungsmusik oder Meeresrauschen können die sensitive Wahrnehmung und das Wohlbefinden jedes Bewohners individuell gefördert werden.

„Das wäre auch was für uns“, sagt Manuela Jansen, Leiterin des Bereichs Alter und Pflege beim Caritasverband, mit einem Augenzwinkern, und Maria van Rössel vom Sozialen Dienst betont, dass das Snoezelmobil ein echter Gewinn fürs Haus ist. Alle sind froh über die Unterstützung durch die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die dem Caritasverband für den Sinneswagen und weitere Projekte insgesamt 10 000 Euro aus dem PS-Zweckertrag zur Verfügung gestellt hat.

Oliver Bähren von der Stadtsparkasse, überzeugt sich an diesem Tag selbst vom Snoezelmobil. „Eine schöne Sache“, findet er. „Wir freuen uns, wenn wir solche Anschaffungen, die sonst nicht möglich wären, mit unserem Beitrag ermöglichen können.“

Anneliese Eichmanns jedenfalls freut sich schon auf ihre nächste Anwendung. Das Entspannte am Snoezelmobil in der kleinen Einrichtung: Bewohner*innen müssen keinen Termin machen. „Ich brauche nur Bescheid zu sagen, wenn mir danach ist.“