1. Städte
  2. Mönchengladbach

Starkregenereignis am Freitag hat zu Fischsterben geführt

Fischsterben durch Starkregen : Tote Fische in der Niers

Der Starkregen am Freitag hat zu einem Fischsterben in der Niers geführt. Mitarbeiter des Niersverbands sind dabei, die toten Fische einzusammeln.

. Das Starkregenereignis vom letzten Freitag im südlichen Einzugsgebiet der Niers brachte nicht nur lokale Überschwemmungen mit sich. Entlang der Niers wurden in den folgenden Tagen tote Fische entdeckt. Dieses Fischsterben sei eine direkte Folge des Starkregens, das teilt der Niersverband mit. Kommt es zu Starkregenereignisse auf befestigten Flächen wie in den Städten, fließen deutlich größere Wassermengen als üblich in die Kanalisation und in Richtung Kläranlage und über Regenwasserkanäle in Richtung Gewässer.

Bei Starkregenereignissen ist die Speicherkapazität dieser Systeme jedoch irgendwann erschöpft und es kommt zu einem kontrollierten Überlauf in das nächstgelegene Gewässer. Man spricht dann von einem Abschlag, zum Beispiel in die Niers.

  • Das eingestaute Hochwasserrückhaltebecken Geneicken in Mönchengladbach
    Niersverband zieht Bilanz nach Starkregenereignis : Niers: Schäden sind überschaubar
  • Starkregenereignisse häufen sich – die Gemeinde
    Probleme bei Starkregen : Starkregen: Bürger sind gefragt
  • Spatenstich ohne Spaten: Projektleiter Dr. Wilfried
    Niers-Renaturierung : Mit Fisch und Frosch ins neue Bett

Letzten Freitag sind unter anderem in Mönchengladbach in der Spitze rund 40 Millimeter Regen in knapp einer Stunde gefallen. Dies entspricht einem Ereignis, was statistisch gesehen, einmal alle 50 Jahre an gleicher Stelle vorkommt. Zum Vergleich: Die gesamte Niederschlagsmenge innerhalb eines Jahres beträgt in Mönchengladbach im langjährigen Mittel 718 Millimeter.

Mit dem abgeschlagenen Wasser, aber auch mit weiterem abfließenden Wasser von unbefestigten Flächen gelangen Schmutzstoffe in das Gewässer, die zu einem Absinken des Sauerstoffgehaltes im Gewässer führen können. In der Niers befand sich aufgrund dessen stellenweise kein Sauerstoff mehr im Wasser und führte in Folge zu einem Fischsterben in diesen Bereichen.

Die Gewässerqualität der Niers hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, sodass man mittlerweile wieder mehr als 30 Fischarten in der Niers zählt. Trotz des Fischsterbens besitzt die Niers ein gutes Potenzial, das Voraussetzung für eine schnelle Erholung der Fischgemeinschaft im Gewässer ist.

Die Mitarbeiter des Niersverbandes werden soweit wie möglich die toten Fische einsammeln. Trotzdem können in den nächsten Tagen entlang der Niers noch vereinzelt tote Fische vorkommen.