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Strukturwandel-Projekte in Mönchengladbach

Wissenscampus: Landtagsabgeordneter Klenner fordert gemeinsame Anstrengungen : Mehr Engagement der Stadt

Anfang der Woche wurden 19 „Ankerprojekte“ für den Strukturwandel im Rheinischen Revier vorgestellt. Der „Wissenscampus“ fehlt auf der Liste. Das sorgt für Kritik beim CDU-Landtagsabgeordneten Jochen Klenner.

Er fordert gemeinsame Anstrengungen, um die Strukturwandel-Projekte in Mönchengladbach zu beschleunigen. In Mönchengladbach seien richtigerweise der Flughafen und die Textilfabrik der Zukunft 7.0 der Landesregierung vorgeschlagen worden, „der Wissenscampus wurde für diese oberste Prioritätsstufe jedoch vom Mönchengladbacher Oberbürgermeister nicht genannt. Das hat bei den Fördergebern in der Region und in Düsseldorf für Verwunderung gesorgt. Damit ist der Eindruck entstanden, dass dieses Projekt nicht mehr mit Nachdruck verfolgt wird“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Auch wenn dieses zentrale Projekt für den Strukturwandel vielleicht nicht komplett in den nächsten drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein werde, müsse es jetzt auf allen Ebenen mit Nachdruck verfolgt werden – sich mit einem Platz auf der „Nachrückerliste“ zufrieden zu geben sei falsch: „Sich einfach mit langen Zeiträumen für Förderanträge abfinden, ist ambitionslos. Mönchengladbach muss die abwartende, defensive Rolle aufgeben. Es ist jetzt über fünf Jahre her, dass das Grundstück an die Stadt verkauft worden ist und in weiteren fünf Jahren sollen dann immer noch keine sichtbaren Ergebnisse vorliegen? Das kann doch kein Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel sein“, befürchtet Klenner.

Er fordert ein stärkeres eigenes Engagement der Stadt: „Es zeigt sich auch bei bislang erfolgreich geförderten Projekten in anderen Kommunen: Wenn die Städte eigenes Geld aus dem Haushalt in die Hand nehmen, um die Vorhaben zu beschleunigen geht es auch insgesamt schneller. Deshalb muss Mönchengladbach beim Thema Wissenscampus nun endlich aktiver werden. Sonst werden wir von den anderen Städten abgehängt, die zeigen, wie Strukturwandel nicht nur aus Worten, sondern auch aus echten Taten besteht.“