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Verein KARhe bespielt das "Rhe-er Eck"

Projekt zur Innenstadt-Stärkung : Neues (Er-)Leben im „Rhe-er Eck“

Schlüsselübergabe vor dem „Rhe-er Eck“ in Rheydt: Für zwei Jahre bespielt jetzt der Kulturverein KARhe die Räume der ehemaligen Gaststätte. Möglich macht das das Förderprogramm „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen“ zur Stärkung der Innenstädte.

Übernächsten Freitag geht es schon los mit dem Rheydter Spieletreff um 19 Uhr. Ab dann wird der Verein KARhe (Verein zur Förderung von Kultur und Begegnung in Rheydt e.V.) das Rheydter Zentrum durch ein vielfältiges kulturelles Veranstaltungsangebot stärken – im ehemaligen „Rhe-er Eck“, Odenkirchener Straße 29. Charlotte Schnitzler von der Eigentümerfamilie des Hauses überreichte am Mittwoch den Schlüssel an Constantin Jansen, Vorstandsvorsitzender des Vereins.

KARhe ist ein noch kleiner Verein, den viele Rheydter aber schon kennen dürften, weil er das Kulturprogramm auf dem Rheydter Wochenmarkt gestaltet. Der Verein hat sich Großes vorgenommen, möchte kleine und größere Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Kindertheater anbieten, Kulturbühne und Treffpunkt für Rheydt werden. Ein Top-Act ist auch schon für den 8. Januar geplant: Die Gladbacher Singer-Songwriterin, Modern-Fingerstyle-Gitarristin und Bassistin Sophie Knops, alias Sophie Chassée, wird im Saal der neuen Vereinsadresse auftreten. Für rund 50 Leute kann dort bestuhlt werden, schätzt Konstantin Jansen. „Für den Bau einer richtig erhöhten Bühne ist es hier zu klein, aber ein Theatervorhang schwebt uns schon vor“, so Jansen, der am Mittwoch auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs durch die Räume führte. Der Verein möchte auch einen festen Tag einrichten, an dem Bürger*innen vorbei kommen und Ideen und Kritik anbringen können. „Wenn keiner kommt, erledige ich dann eben den Vereinspapierkram“, so Jansen.

Der Verein hat die bekannte Rheydter Eckkneipe für kleines Geld für zwei Jahre von der Stadt angemietet. Die Stadt wiederum ist Hauptmieterin durch Fördermittel aus dem Sofortprogramm des Landes NRW unter dem Dach der Landesinitiative „Zukunft.  Innenstadt. Nordrhein-Westfalen“ zur Stärkung der Innenstädte. 1,7 Millionen Euro hat Mönchengladbach aus diesem Topf erhalten. Unter anderem ist es dadurch möglich, die Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen in den Zentren Rheydt und Gladbach und deren Weitervermietung zu fördern.

Der Verein KARhe hofft, eines Tages ein Plätzchen als Kulturbühne im neuen Rheydter Rathaus-Komplex zu finden. Aber bis dahin dauere es ja noch, so Jansen. „Vielleicht gefällt es uns hier ja auch  so gut, dass wir bleiben möchten“.