1. Städte
  2. Mönchengladbach

Westend Pilotprojekt für klimagerechte Stadtentwicklung​

Westend dient als Pilotprojekt für klimagerechte Stadtentwicklung : Sensoren sammeln Umweltdaten

Im Westend sammeln Sensoren aktuell wichtige Umweltdaten. Sie sollen den Stadtentwickler und dem Smart City Team der Stadt Erkenntnisse für den zukünftigen Stadtumbau liefern.

Viele Straßenzüge in Mönchengladbach sind noch nicht auf die klimatischen Herausforderungen unserer Zeit angepasst. Sie präsentieren sich derzeit als „Wüsten aus Blech und Beton“. Um an diesen Stellen wissens- und datenbasiert ansetzen zu können, hat die Stadt Mönchengladbachim Westend ein Pilotprojekt gestartet. Mithilfe von insgesamt sieben Sensoren wollen die Stadtentwickler und das Smart City Team der Stadt Umweltdaten im Quartier erheben und so wichtige Erkenntnisse für den zukünftigen Stadtumbau erhalten. Das Westend dient damit als Pilotprojekt für eine klimagerechte Stadtentwicklung.

Seit kurzem messen vier Sensoren in der Knopsstraße, der Turmstraße und der Luisenstraße die Temperatur, den Lärmpegel, die Feinstaub- und die Ozonkonzentration in der Luft. Durch die Messungen erhalten die Stadtplaner wertvolle Informationen zum Ist-Zustand in den Wohnstraßen und lassen diese in die Planungen für den Umbau einfließen.

Die Sensoren sollen aber auch danach weiter messen. So lässt sich feststellen, ob sich die Werte durch die Umgestaltung wie erhofft verbessert haben. Im Ergebnis entsteht hier eine Wissensbasis, die auf andere Quartiere übertragen und insgesamt für den klimagerechten Umbau von Wohnstraßen genutzt werden kann.

Die Maßnahme schließt an die Neugestaltung der Alexianerstraße an und weitet die städtebauliche Aufwertung des Westends auf weitere Straßenzüge aus. Dabei gibt es auch eine Schnittstelle zum Smart-City-Projekt der Stadt. Denn den Stadtteil Westend hat das Smart-City-Team in einem sogenannten Digitalen Zwilling abbilden lassen – einem virtuellen, realitätsgetreuen 3D-Abbild der Stadt. Künftig sollen dort die Datenmessungen der Umweltsensoren punktgenau verortet werden. Auch mögliche Umbauvarianten können innerhalb des 3D-Modells simuliert und so besser miteinander verglichen werden. Ziel des Smart-City-Projektes ist es, mithilfe datenbasierter Erkenntnisse aufschlussreiche und belastbare Entscheidungsgrundlagen für die städtischen Aufgaben zu erhalten.

Der klimagerechte Umbau von Wohnstraßen im Westend gehört zur zweiten Förderphase der Sozialen Stadt Gladbach und Westend, die ab 2023 beginnen soll. Beim Städtebauförderprogramm Soziale Stadt Gladbach und Westend unterstützt die EU, der Bund und das Land NRW die Stadt Mönchengladbach dabei, die Stadtteile Gladbach und Westend zukunftsfähig zu machen. Dabei hat der Fördergeber deutlich gemacht, dass für die kommende Periode die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung besonders hoch zu gewichten sind. Auch vor diesem Hintergrund kommt den Erkenntnissen, die die Umweltsensoren liefern, eine hohe Bedeutung zu.

  • Mit der Handy-App Vialytics werden Schäden
    Künstliche Intelligenz am Fahhradlenker : Handy-App erkennt Schäden
  • Bushaltestellen mit fester Haltesäule könnten in
    Mönchengladbach soll smarte city werden : Welche Lösungen passen zu uns?
  • Oberbürgermeister Felix Heinrichs (Mitte)diskutierte mit beim
    Vorschläge für Smart City Mönchengladbach : Viele Ideen von Bürgern

Bürgerinnen und Bürger, die konkrete Fragen zu den Umweltsensoren haben, können sich ab dem 12. September an Marcel Heynckes vom Smart-City-Team wenden, unter marcel.heynckes@moenchengladbach.de sowie unter 02161/25 90 81.