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Wohnprojekt Maria-Hilf-Terrassen sucht noch Mitstreiter*innen

Anders wohnen auf den Maria-Hilf-Terrassen : Wohnprojekt: Junge Familien gesucht!

Zusammen gärtnern, ein Feierabendbierchen trinken, babysitten, sich helfen: Modernes Wohnen im Eigentum geht auch in Gemeinschaft mit Nachbarn und Gleichgesinnten, die mitplanen. Zwei solcher so genannter Baugruppen haben sich für die Maria-Hilf-Terrassen gebildet und suchen noch Mitstreiter*innen – vor allem junge.

Mit anderen Gemüse anbauen auf dem Dachgarten, Leihoma sein für die Nachbarskinder, am Abend zusammen Skat kloppen, aber auch seine Ruhe haben: Nachbarschaft muss nicht anonym sein und es muss auch nicht zänkisch um „Reviergrenzen“ gehen. Auf dem Areal der Maria-Hilf-Terrassen wollen zwei Baugruppen in Gemeinschaftswohnprojekten ihre Wohnträume realisieren. „Wir wollen eine aktive Nachbarschaft, nicht namenlos nebeneinander her leben“, sagt Birgit Müller. Sie ist eher zufällig im Internet auf Bernward Jung getroffen, der schon länger für Gemeinschaftswohnprojekte in Mönchengladbach die Werbetrommel rührt. „In einem VHS-Kurs haben wir dann mal darüber geredet“, sagt sie. Es fanden sich noch andere Interessierte – und auch verschiedene Meinungen, um welche Rechtsformen es gehen soll. Einig war man sich aber, dass jeder seine eigene Wohnung haben soll, es aber auch Gemeinschaftsräume, vielleicht einen Arbeitsraum oder ein Gästehaus geben soll. Inzwischen teilt sich die Gruppe in einen Teil, der sich eine Wohneigentumsgemeinschaft wünscht und einen, der eine Genossenschaft plant. „Je früher man einsteigt, umso größer ist die Möglichkeit, mitzuplanen, sagt Birgit Müller. Sie steht für die Wohneigentumsgemeinschaft, eigentlich ein Haus mit Eigentumswohnungen, wie man sie kennt. Doch es soll auch Räume für alle geben. „Was wir nicht wollen, sind Besitzer, denen es nur um Rendite geht, die da gar nicht selber wohnen“, sagt die 54-jährige Angestellte im öffentlichen Dienst.

Zu den zukünftigen Nachbarn gehören die Ingeneurin Kerstin Oetringer und Torsten Franken, Mitarbeiter der Medienabteilung bei Borussia. Das Paar ist Mitte 30, hat eine fünfjährige Tochter und möchte ein genossenschaftliches Wohnprojekt, in dem die Teilnehmer Anteile erwerben, lebenslanges Wohnrecht in einer Wohnung haben, aber nicht die Wohnung selbst besitzen, sondern Anteile an der Genossenschaft. „Wir wollen keine Alten-WG und kein Studentenhaus“, sagt Torsten Franken, „sondern eine Mischform“. Doch an der richtigen Mischung fehlt es noch, denn die kleine Familie ist bislang die einzige jüngere im inzwischen rund 20-köpfigen „harten Kern“ der Interessierten. Alle anderen sind in den 50-ern. Dabei ist gemeinschaftliches Wohnen perfekt geeignet für junge Eltern mit Kindern. „Wir hätten hier jede Menge Leihomas“, lacht Torsten Franken, und Spielfläche mitten in der Stadt.

Franken hat sich in der Region kundig gemacht und ähnliche Projekte gefunden. „In Düsseldorf gibt es ein Wohnprojekt, wo die Kinder während der Lockdowns so viele Möglichkeiten hatten, dass sie Corona kaum bemerkt haben“, sagt er.

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Wann es losgeht, weiß man noch nicht. Die Gruppe muss sich mit einem Konzept bewerben. „Es sollte im Frühjahr einen Projektsteuerer für die Maria-Hilf-Terrassen geben“, weiß Torsten Franken. Auf den warte man zur Zeit.