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Wulf-Stiftung setzt sich für Brunnenbau ein

Heute internationaler Tag des Wassers : Das Recht auf sauberes Wasser

Heute ist internationaler Tag des Wassers. Den nimmt die Wulf-Stiftung aus Korschenbroich als Anlass, noch einmal auf die Situation der Menschen in Ländern ohne funktionierendes Trinkwassersystem hinzuweisen, für die sie seit 2020 den Brunnenbau unterstützt.

Eine ganze Familie aus Korschenbroich hat sich der Hilfe für Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser verschrieben: Stiftungsgründer Günter Wulf, Ehefrau Heidi und Tochter Anja. Seit 2020 unterstützen sie gemeinnützige Organisationen in aller Welt beim Brunnenbau. „Wir verbessern die Lebensbedingungen der Menschen, indem wir ihnen durch den Bau von Brunnen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen verschaffen. Damit reduzieren wir die Krankheiten und Todesfälle durch verunreinigtes Wasser“, sagt Günter Wulf.

Wasser sei für fast alles die Voraussetzung, so die Stiftung. Wenn nach dem Bau eines Brunnens die Frauen und insbesondere Kinder nicht mehr weite Wege zur nächsten, meist verunreinigten Wasserstelle zurücklegen müssten, könnten die Kinder regelmäßig zur Schule gehen und erhalten durch Bildung eine gute Zukunftsperspektive.

Der Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung ist seit dem Jahr 2010 ein weltweit geltendes Menschenrecht. Nr. 6 der Global Goals der Vereinten Nationen hat das Ziel, für alle Menschen den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu schaffen. Dennoch haben immer noch 2,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Wassermangel ist insbesondere für Menschen in ländlichen Regionen auf der Welt ein großes Problem und führt zu Krankheiten, Todesfällen und wirtschaftlichen Problemen. Allein in Afrika verbringen die Menschen jedes Jahr ungezählte Arbeitsstunden mit der Beschaffung von Wasser.

Meistens ist es die Aufgabe von Frauen und Kindern, die weiten Wege zur nächsten – meist verunreinigten – Wasserstelle zurückzulegen. Dadurch können sie nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen und sich nicht um die Familie kümmern. Ausreichend sauberes Wasser ist die Basis allen Lebens, das jedoch in Afrika so nicht vorhanden ist. Die Menschen warten entweder auf Regen oder müssen sich Wasser aus verschmutzten Flüssen oder Tümpeln holen. Krankheiten und Abwanderung sind die Folge.

Um konkret so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu frischem Trinkwasser zu ermöglichen und damit die Ziele der UNO in bescheidenem Rahmen zu fördern, wurde im Jahr 2020 die Wulf-Stiftung für weltweiten Brunnenbau gegründet. Dank vieler Spenden konnten bereits im ersten Jahr Brunnen in zehn Ländern gebaut werden, aber der Stiftung liegen bereits neue Anfragen vor, für die weitere Spenden benötigt werden.

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von UNWater organisiert. In der Agenda 21 der UNKonferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro wurde er vorgeschlagen und von der UNGeneralversammlung in einer Resolution am 22. Dezember 1992 beschlossen. Seit seiner ersten Ausführung hat er erheblich an Bedeutung gewonnen.

Info: www.wulf-stiftung.de