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Wunschbaum-Aktion in Giesenkirchener Seniorenheimen

Eine nachahmenswerte Weihnachtsaktion : Wunschbäume mal für Ältere

Sylke Seefeld ist eine engagierte Gemeindereferentin und Seelsorgerin im Auftrag der GdG Giesenkirchen-Mülfort. Mit einer neuen Idee will sie ein bisschen mehr Freude in das Leben von Bewohner*innen von Seniorenheimen bringen.

Kurz vor Weihnachten „sprießen“ überall die Wunschbäume – im Theater, im Minto, in Kirchen... Und überall sind Mönchengladbacher*innen unterwegs und erfüllen die Wunschbaum-Wünsche von Kindern, deren Tisch nicht so reich gedeckt ist. „Das ist auch wichtig, aber was ist mit unseren Seniorinnen und Senioren?“, fragt Sylke Seefeld, Gemeindereferentin GdG Giesenkirchen-Mülfort, und zuständig für die Gemeinden Giesenkirchen, Meerkamp, Schelsen und Mülfort.

Die Gemeindereferentin ist jede Woche im Alloheim Mülfort, im Caritaszentrum Giesenkirchen, im Sentivo Mülfort und im Seniorenheim des Roten Kreuzes Mülfort unterwegs. Rund 300 alten Menschen hört sie zu und bereitet Gottesdienste für sie vor. „Dort sind viele ohne Angehörige, sehr einsam und auch richtig arm“, sagt sie. Da reiche oft das Taschengeld vorne und hinten nicht. Deshalb kam sie auf die Idee, auch für Altenheimbewohner*innen Wunschbäume aufzustellen in den katholischen Kirchen St. Gereon, St. Mariä Himmelfahrt, St. Josef und St. Paul.

Damit es nicht so kompliziert wird, hat sie in den Seniorenheimen nachgefragt, was häufige Wünsche der Bewohner*innen sind. Daraus hat sie einen Wunschzettel zum Ankreuzen entworfen. „Ich hatte 300 Rückläufer, also alle Bewohnerinnen und Bewohner haben die Wunschzettel ausgefüllt“, sagt sie. Sylke Seefeld hat aus den Wunschzetteln Anhänger in Form von Engeln gebastelt, die nun in den vier Kirchen an den Wunschbäumen hängen.

Eine kuschelige Decke konnte man ankreuzen, ein Sitzkissen, Mütze, Handschuhe und Schal, ein Malbuch mit Stiften, Schokolade oder Gebäck, rutschfeste Socken und Toilettenartikel für Männer oder Frauen. „Wahnsinn, wie das abgeht“, sagt sie. In St. Gereon hätten nach wenigen Tagen von 75 Wünschen nur noch drei am Baum gehangen. In den anderen Kirchen sei aber noch einiges zu holen. „Wenn das von anderen Gemeinden nachgemacht würde, das wäre super“, sagt sie.

Am 12. und 19. Dezember, jeweils von 13 bis 16 Uhr, können die Päckchen – bitte mit dem aufgeklebten Engel-Anhänger – im Pfarrhaus, Konstantinplatz 1, abgegeben werden. Die Namen der Wünsche-Empfänger hat Sylke Seefeld aus Datenschutzgründen verklausuliert.

  • ⇥Foto: Archiv/Schäfer
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Übrigens: Für nächstes Jahr hat Sylke Seefeld, die gerne Brücken zwischen Alt und Jung baut, auch schon eine Idee: Immaterielle Wünsche erfüllen – Gespräche, Kaffeeklatsch, Ausflüge für ältere Menschen...

Fragen zur Aktion und zu ehrenamtlicher Unterstützung beantwortet Sylke Seefeld unter 0151/24 07 92 14.