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Arbeitskreis hat Heiratsregister von 1926-1943 erschlossen

Kreisarchiv : Leichtere Ahnen-Recherche

Die Digitale Ahnenforschung im Kreisarchiv Viersen wurde erweitert. Der Arbeitskreis hat das Heiratsregister von 1926 bis 1943 erschlossen.

. Am 15. Mai 1942 heirateten Heinrich Häser und Agnes Bonsels in Dülken. Um das herauszufinden, muss man seit kurzem nur noch einen der Namen in den Suchschlitz des Archivportals www.archive.nrw.de eintippen. Das erleichtert die Recherche für alle, die auf der Suche nach ihren Vorfahren und Lebensdaten sind.

Bis vor kurzem mussten für diese und ähnliche Suchen handgeschriebene oder bestenfalls maschinenschriftliche, sogenannte Dezennaltabellen, durchgesehen und mit den dort ermittelten Urkundennummern die gesuchte Personenstandsurkunde herausgesucht und kopiert werden. Ein reiner Scan der Archivalien bedeutet noch keine Durchsuchbarkeit der zum großen Teil handschriftlichen Daten.

„Die Erschließung, wie sie jetzt hier ehrenamtlich geleistet wird, ermöglicht die Volltextsuche nach einzelnen Personennamen und Daten. Dafür wurden die Daten abgetippt und sind somit als Volltext durchsuchbar. Das ist ein riesiger Komfortgewinn“, sagt Kreisarchivleiter Michael Habersack.

Dass das Kreisarchiv Viersen bei zahlreichen Heiratsregistern einen so großen Datenreichtum anbieten kann, geht auf das Engagement und die Tatkraft einer Arbeitsgruppe um Ramona Vahle-Bonsels zurück. Während der Corona-Pandemie haben Vahle-Bonsels und Habersack die bereits digitalisierten Personenstandsregister in den Blick genommen. Im Oktober 2021 begann das Projekt der „Tiefenerschließung“ der Heiratsregister für alle Teile des Kreisgebiets, für die das Kreisarchiv zuständig ist. Bisher wird das Zeitfenster von 1926 bis 1943 bearbeitet. Die Heiratsregister des Jahres 1943 sind die jüngsten, die im Kreisarchiv vorliegen. Jüngere Heiratsregister liegen noch bei den Standesämtern.

Im Archivportal sind aus den Heiratsregistern des Kreisgebiets bis jetzt schon über 14.000 Personen suchbar. Aber Vahle-Bonsels und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben bereits mehr erfasst, als schon eingespielt ist: „Zum Ende des Jahres rechnen wir mit über 30.000 online recherchierbaren Personennamen“, sagt der stellvertretende Leiter des Kreisarchivs, Dr. Matthias Herm.

„Vielen Familienforschenden ist gar nicht klar, wie wichtig die Beischreibungen – Ergänzung der Originalurkunde etwa um Sterbedaten oder Geburten von Kindern etc. – aus den Registern für die Ahnenforschung sind“, erklärt Ramona Vahle-Bonsels, die auch andere Ahnenforschende immer wieder berät. Man findet derlei Beischreibungen vollständig nur in den Erstschriften der Standesamtsregister. Rund 10.000 Registerbände hat das Kreisarchiv bereits archiviert und jährlich kommt pro Standesamt und Registerart (Geburten, Heiraten, Sterben) ein Jahrgang hinzu. Diese Register mit den darin enthaltenen Personenstandsurkunden sind zwar nicht die einzige Quelle für die familiengeschichtliche Forschung, aber sie sind die wichtigste und verlässlichste.

  • ⇥Foto: drubig-photo - stock.adobe.com
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Der von Ramona Vahle-Bonsels geleitete Arbeitskreis für Familienkunde im Verein für Heimatpflege Viersen e. V. wird sein Erschließungsprojekt zusammen mit dem Kreisarchiv fortsetzen und noch ältere Jahrgänge erschließen.