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Christoph Nellessen greift in seinem 5. Buch Thema Tod auf

Neues Buch : „Dem Tod die Fratze nehmen“

Das neue und nunmehr fünfte Buch des Viersener Autors Christoph Nellessen – „Der Saal der schwarzen Feuer“ – hat den Tod zum Thema und ist am 1. Dezember erschienen.

. Wer sich auf die Fortsetzung der vier Kriminalromane über mysteriöse Vorfälle im historischen „Vyrrsen“ gefreut hat, wird enttäuscht. „ Es ist kein weiteres Buch der Triglaw, sondern ein Roman, der sich mit dem Tod auseinandersetzt und was ’danach oder mit ihm‘ passieren kann“, sagt Christoph Nellessen, der hauptberuflich als Ergotherapeut praktiziert. Nebenbei ist er in seiner Freizeit seinem Faible für Viersen im 17. Jahrhundert nachgegangen und hat mit den vier Kriminalromanen „Der Wintermörder“, „Die tätowierte Seele“, „Das Eulenrad“  und „Vyr“ Lesespannung geboten.

Sein neues Buch sei ein optimistisches, „weil es den Tod als Bestandteil vom Leben betrachtet oder sogar als Verbindung zum nächsten Leben“, erklärt Nellessen. „Die vergangenen Corona-Jahre  und die derzeit vielen Kriege haben die Menschen verunsichert und das Buch soll dazu dienen, dem Tod die üble Fratze zu nehmen, stattdessen eine ganz andere Sicht vermitteln.“

 Der Viersener Autor betrachtet sein Werk als einen Roman mit fiktivem, informativem, mystischem und sogar historischem Hintergrund. Es sollte kein Fachbuch werden, sondern anschaulich schildern, dass Unkenntnis nicht gleich mit Angst zu setzen ist. „Diesen Ängsten wollte ich die Spitzen abbrechen“, ergänzt Nellessen.

So steigt Nellessen in das Thema ein: „Du musst richtig leben, damit du besser sterben kannst! Immer wieder schossen Godert von Bourtange diese Wörter durch den Kopf. Du musst richtig leben, damit du besser sterben kannst! Was sollte das überhaupt heißen? Sie waren einfach da. Warum, wusste er nicht. Er wusste nicht, woher sie kamen und fand einfach kein passendes Bild dazu, geschweige denn eine Person, eine Stimme oder ein Schriftstück...“

Seine Themen, wie auch dieses um den Tod, lässt Christoph Nellessen auf sich zukommen, er denke sie sich nicht aus. „Das kann einen Monat dauern (wie dieses Mal), bis es mich reizt und ich ein grobes Gerüst im Kopf habe.“ Ist einmal das Bild entstanden, schreibt Nellessen zuerst das Finale komplett nieder und arbeite dann daraufhin. Den Rest müsse dann die Kreativität erledigen, und sein Bauch. Denn: „Ich schreibe stets aus dem Bauch heraus! Und Schreibblockaden kenne ich nicht“ Zu Schreiben beginne er meist abends, zwischen 0 und 2 Uhr morgens sei er am kreativsten. „Wenn ich merke, dass ich zu grübeln anfange, höre ich auf, bis sich das Thema wieder bei mir meldet.“

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Kaum ist das neue Buch druckfrisch im Handel erhältlich, sitzt der Viersener auch schon am nächsten. Und das nun wieder zur Freude der Krimi-Fans. Denn die Triglaw-Reihe um das Trio, bestehend aus Nachtwächter, Schmied, und Magister, setzt er mit deren fünftem Fall fort. „Ich habe schon angefangen, das grobe Gerüst und das Finale stehen schon“, sagt Nellesen, der selbst nicht gern in dieser Welt nach dem Dreißigjährigen Krieg gelebt hätte. „Dann schon lieber in dieser fiktiven Welt des neuen Buches, weil ich keine Angst vor dem Sterben und dem Tod habe.“

Wenn Nellessen gerade nicht selbst schreibt, widmet er sich gern der Musik und liest, zurzeit ein Fachbuch der Wegener-Expedition in Grönland und die „Brüder Löwenherz“ auf Schwedisch.