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Mehr Geburten am AKH Viersen in 2020

Allgemeines Krankenhaus Viersen : Auf werdende Mütter eingehen

Allen Frauen, die sich im Jahr 2020 (trotz Corona) zu einer Geburt in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe entschlossen haben, dankt das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Viersen. Denn die Geburtenzahlen sind im Jahr 2020 gestiegen.

Das AKH verzeichnet 947 Entbindungen – und damit 65 Geburten mehr als 2019 (882). Für das Team der Geburtsklinik und die werdenden Mütter ist zwar vieles aufwändiger als vor der Corona-Pandemie. Sorge vor einer Ansteckung sei wegen der hohen Hygienestandards aber fehl am Platz, sagt die leitende Hebamme im AKH, Monika Hally. Angebote für eine schonende Geburt, Familienzimmer und eine 1-zu-1-Betreuung gibt es weiterhin.

Der entscheidende Vorteil im AKH: Durch die angeschlossene Kinderklinik St. Nikolaus mit Kinderintensivstation ist eine besondere Sicherheit für Mutter und Kind gewährleistet. Zudem fungiert die Frauenklinik gemeinsam mit der Kinderklinik als Perinatalzentrum, das besonders hohe Strukturvoraussetzungen erfüllt. Das wird auch von den Patientinnen und Angehörigen positiv aufgenommen, berichtet die Bereichsleitung der Kinderklinik, Simone Bernhardt.

„Behandlungen oder Operationen lassen sich in der Regel gut planen – Babys kommen, wann sie wollen“, sagt Monika Hally. Für die Pflegekräfte und Ärzte der Frauenklinik und der Kinderklinik sind Geburten während der Corona-Pandemie inzwischen Routine, aber dennoch anders als zuvor, erzählt sie.

Viele werdende Mütter seien in der Corona-Zeit verunsichert über den Ablauf und mögliche Besuche. „Aber so kompliziert ist es gar nicht“, sagt Hally. Die erste Kontaktaufnahme zur Klinik erfolge oft telefonisch. Die Anmeldung zur Geburt und die Geburtsplanung können dann in der Hebammensprechstunde oder ebenfalls per Telefon stattfinden. Hier werden auch die Wünsche für eine schonende Geburt – etwa im Wasser – besprochen.

Auch eine Besichtigung des Kreißsaals ist weiterhin jederzeit möglich. Allerdings nach Absprache und als Einzeltermin. Bei jedem Besuch im AKH gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Zudem werden Schwangere gebeten, die vorgeburtlichen Termine alleine oder mit einer Vertrauensperson wahrzunehmen, die dann selbstverständlich auch zur Geburt mitkommen kann.

„In den meisten Fällen ist das der Ehemann oder Partner, es kann aber auch jemand anderes sein“, so Hally. Bei der Aufnahme zur Geburt werden die Gebärende und ihr Partner auf Corona getestet. Gibt es keine Auffälligkeiten, findet die Geburt unter den gängigen Hygieneregeln statt. Ist der Test positiv, wird ein Geburtsteam festgelegt, das sich ausschließlich um sie kümmert. Für beide Seiten bedeutet eine solche Geburt besondere Herausforderungen. Nach der Geburt wird der Kreißsaal beispielsweise penibel desinfiziert. Zudem ist das Entbindungsteam während der Geburt in Schutzausrüstung gekleidet – nicht einfach, aber für beide Seiten unverzichtbar.

„Eine Frau muss sich während der Geburt öffnen können“, betont Hally. Beruhigen, Zuversicht geben, sei dann umso wichtiger. Die Teams des AKH kümmern sich deshalb ganz besonders intensiv und rücksichtsvoll um die Bedürfnisse und Nöte der werdenden Mutter. „Das gelingt, weil sich die Klinik ihren familiären Charakter erhalten hat. Nur so kann man individuell auf die Frauen eingehen“, sagt Monika Hally. Der Lohn: „Sind Mutter und Kind gesund und munter, freuen sich alle gemeinsam“, so Hally weiter.