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Gesundheits-Logbuch: Vom unklaren Bauchschmerz bis zur Diagnose: Magenspiegelung

Gesundheits-Logbuch : Vom unklaren Bauchschmerz bis zur Diagnose: Magenspiegelung

Wenn ein Patient mit Bauchschmerzen zu uns kommt, klingt das leichter, als es meistens ist. Denn Schmerzen können zahlreiche Ursachen haben und es ist für viele Patienten gar nicht so einfach, ihre Schmerzen genau zu beschreiben.

Beim sogenannten „unklaren Bauchschmerz“ kann bei entsprechender Krankengeschichte eine Gastroskopie helfen – eine Magenspiegelung. Sie ermöglicht uns einen Blick ins Innere: von der Speiseröhre über den Magen bis zu Teilen des Zwölffingerdarms.

Viele Patienten „fürchten“ diesen Eingriff. Sie haben schlimme Geschichten vom „Schlauch schlucken“ gehört. Aber diese Angst ist unbegründet. Ja, es stimmt, dass das Endoskop über den Mund eingeführt wird. Das ist sicherlich unangenehm, aber das bekommt der Patient gar nicht mit, da wir die Untersuchung in der Regel mit einer leichten Betäubung durchführen. So verschläft man den Eingriff entspannt. Möchte der Patient keine ‚Schlafspritze’ haben, dann bekommt er den Rachen mit einem Spray betäubt, um den unangenehmen Würgereflex so weit wie möglich zu unterdrücken.

Das Instrument, mit dem die Aufnahmen gemacht werden, ist ein Endoskop: ein schmaler Schlauch mit einer Lichtquelle. Die Kamera zeigt uns eine bis zu zehnfache Vergrößerung, was uns ein sehr genaues Bild der Situation bietet. Bei der Untersuchung wird der Magen mit Luft aufgebläht, damit wir die Schleimhäute besser beurteilen können. Die Luft wird aber beim Herausziehen des Schlauches schnell wieder abgesaugt.

„Schnell“ ist übrigens ein gutes Stichwort, denn eine Magenspiegelung dauert – abhängig vom Befund – nicht länger als eine Viertelstunde. Und das Drumherum ist auch nicht aufwendig: anders als bei einer Darmspiegelung, die eine wichtige diagnostische Untersuchung und Ergänzung darstellt, muss vorher nicht abgeführt werden. Und schon etwa eine Stunde nach dem Eingriff darf der Patient wieder etwas essen. Zumindest, wenn er zuvor nicht sediert worden ist. Dann muss er sich etwas länger gedulden.

Bei uns werden Endoskopien, also sowohl Darm- als auch Magenspiegelungen, immer von Oberärzten, also untersuchungs-erfahrenen Fachärzten, durchgeführt. Und damit wird aus dem „unklaren Bauchschmerz“ in den meisten Fällen schnell eine gesicherte Diagnose.

Dr. Ebru Ar,

Oberärztin der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie am St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln