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Der Mangel an Fachkräften: Diskussion beim Frühstück

Nettetaler Wirtschaftsfrühstück : Um den Nachwuchs kümmern

Der Mangel an Fachkräften ist ein Thema, das auch die Nettetaler Unternehmen sehr beschäftigt. Dies zeigte sich an den hohen Anmeldezahlen sowie an der lebhaften Diskussion beim 24. Nettetaler Wirtschaftsfrühstück.

Bürgermeister Christian Küsters konnte zum Wirtschaftsfrühstück, zu dem die Stadt Nettetal gemeinsam mit der Sparkasse Krefeld eingeladen hatte, weit über 70 Gäste im Restaurant Haus Bey begrüßen. Wie der gemeinnützige Verein baseL beim Thema Fachkräftemangel behilflich sein kann, erläuterten die beiden baseL-Unternehmenscoaches Kerstin Longerich und Nina Eibelshäuser bei ihrem kurzweiligen Vortrag.

Seit seiner Gründung 2007 kümmert sich der Verein darum, Jugendliche schon früh bei der Berufswahl und beim Weg in das Arbeitsleben zu unterstützen. Durch persönliches Coaching werden die jungen Menschen gefördert. Hierzu sind derzeit sechs Berufseinstiegscoaches unterwegs. Gleichzeitig ist der Verein aber auch Ansprechpartner für die Unternehmen und bietet mit den beiden Unternehmenscoaches praktische Hilfen beim Umgang mit den Nachwuchskräften und beim Ausbildungsmarketing an.

Hierzu hatten Longerich und Eibelshäuser auch gleich eine Handvoll praktischer Tipps dabei, angefangen von Kooperationen mit den Schulen, dem Angebot von Praktikumsstellen, der Schulung von Ausbildungsbotschafter*innen, der Teilnahme an Ausbildungsmessen oder regionalen Veranstaltungen, den Blick auf die Fach- und Hochschulen in der Region sowie einen authentischen Social-Media Auftritt.

„Das Herzstück ist aber auch heute noch die Stellenanzeige, die zeitgemäß formuliert und die Attraktivität des Arbeitgebers hervorheben soll“, berichten die beiden aus der Praxis. Ebenso wichtig ist heutzutage eine gute Karriere-Website des Betriebes mit einer Beschreibung des Unternehmens und der Ausbildungsberufe, Benefits, Bewerbungsmöglichkeiten und Kontaktpersonen. Hierzu hat baseL zudem das Konzept „digitale Visitenkarte“ entwickelt. „Jugendliche informieren sich zunehmend online und erwarten auch schnelle Rückmeldungen“, so die Erfahrungen mit der „Generation Z“.

Bürgermeister Küsters erinnerte daran, dass sich die Stadt schon seit vielen Jahren für die Vernetzung von Schule und Wirtschaft einsetzt, unter anderem über das zdi-Zentrum Kreis Viersen, das 2009 seine Wurzeln in der Seenstadt hatte oder den jährlichen „Tag der offenen Tür in Nettetaler Betrieben“, der seit 2008 von der Stadt organisiert wird. „Der Verein baseL leistet vorbildliche Arbeit und ist ein guter Türöffner zwischen Schulen und Betrieben – in beide Richtungen“, so Küsters, der die Unternehmen ermunterte, das Angebot von baseL, aber auch den „Tag der offenen Türe in den Betrieben“ zu nutzen.

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Jochem Dohmen, Sparkasse Krefeld, berichtete aus eigener Erfahrung vom Mehrwert einer Mitgliedschaft. „Der Verein ist in unserer Region einzigartig“, lobte er. Anschließend gab es eine lebhafte Diskussion mit vielen guten Anregungen aus der Praxis.