Dieses Training kann Leben retten

Eine spannende, herausfordernde Einsatzübung führten die Nettetaler Feuerwehr, das THW und das DRK für Ihre jeweiligen Jugend-Organisationen mit rund 50 beteiligten Jugendlichen am 22. April in Kaldenkirchen durch.

Verwaltung, Politik und Unternehmen überzeugten sich vom hohen Ausbildungsniveau des ehrenamtlichen Nachwuchses der Hilfs- und Rettungseinheiten und der professionellen Vorbereitung der Jugendlichen auf spätere Einsatzaufgaben. Die Jugendlichen wurden von erwachsenen Helfern aller drei Einheiten begleitet, da es beispielsweise einen echten Brand zu löschen galt.

Die Organisatoren, Nettetals THW-Ortsbeauftragter Walter Delbos mit Jugendleiterin Micheline Lindemann sowie Feuerwehr-Jugendleiter Thomas Ritters nebst Stephan Zdrojewski von der Jugend-Rot Kreuz-Kreisleitung, hielten die Übung unter Beobachtung unter anderem von Nettetals Sozialdezernent Armin Schönfelder, dem Schirmherrn der THW-Jugend Nettetal, Dr. Marcus Optendrenk, den Vorstandsmitgliedern der Baugesellschaft Nettetal (Susanne Fritzsche und Sven Karth) und seitens des Nettetaler Ordnungsamtes Jörn Pachel ab, die sich zufrieden mit dem Ablauf zeigten.

Das Szenario: In der sehr realistisch inszenierten Übung auf der Buschstraße kommt es zur Mittagszeit zu einer Alarmierung, weil es einen Unfall mit multiplen Schadenslagen gegeben hat: Es scheint viele Verletzte und Betroffene zu geben, die zum Teil verschüttet sind, ein Brand ist ausgebrochen und aufgrund der Schwere der Ereignisse ist eine umfassende Vor-Ort-Versorgung von Verletzten und unter Schock stehenden Personen durchzuführen. Aufgrund dieser umfassenden Schadenslage werden Kräfte von Feuerwehr, THW und DRK alarmiert und rücken aus.

Die sehr realistisch geschminkten und agierenden zehn Verletztendarsteller des RUD (Realistische Unfall-Darstellung) Nettetal, der schon bei anderen Übungen überzeugende Verletztendarsteller an Einsatzorten bereitstellte, hatten einen wesentlichen Anteil an der wirklichkeitsnahen Übung: Einige Personen haben schwere Wunden geschminkt bekommen, sie müssen professionell zur Verletztensammelstelle gebracht und in Erste-Hilfe-Zelten versorgt werden.

Aufgrund der unübersichtlichen Schadenslage soll ein vernetztes Zusammenwirken der vor Ort eintreffenden Hilfsorganisationen und Einsatzeinheiten geprobt werden, wobei gleichzeitig die multiple Einsatzlage dazu führt, dass die unterschiedlichen Einheiten nicht nur Hand in Hand arbeiten müssen und dadurch das Verständnis für die jeweils anderen Helfer geschult wird, sondern jede Einheit auch ihre spezifischen Einsatzschwerpunkte und –optionen trainieren kann. So wurden nach der Brandlöschung die Verletzten gerettet, transportiert, betreut und versorgt.

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Nach rund 1,5 Stunden Einsatzdauer konnte die Übung zur Zufriedenheit aller Beteiligten planmäßig beendet werden. Die verantwortlichen Organisatoren aller drei Einheiten zogen in Gegenwart der Vertreter aus Verwaltung, Politik und Unternehmerschaft ein durchweg positives Fazit: „Unsere jugendlichen Nachwuchskräfte der Hilfsorganisationen haben heute eindrucksvoll ihren guten Ausbildungsstand demonstriert. Dazu gehört neben dem Umgang mit den eigenen Arbeitsgeräten und Einsatztaktiken auch die enge Kooperation mit den jeweils anderen Einheiten und ihren Schwerpunkten. Dies ist in schweren Schadenslagen realistisch und bedarf daher des Trainings.“

Natürlich soll mit solchen Übungen auch die Kommunikation zwischen den Einheiten intensiviert und die Kameradschaft der Jugendlichen gestärkt werden – denn bei den Hilfsorganisationen erwarten die Jugendlichen interessante, anspruchsvolle Aufgaben und kameradschaftliche Kontakte zu gleichgesinnten, einsatzfreudigen anderen jungen Menschen, manchmal sogar Mitschüler und private Freunde.

(StadtSpiegel)