: Hilfsangebote für Schwache

Corona: Die Stadt Nettetal unterstützt Schwache, Senioren, Migranten und Behinderte.

„Wir vermitteln schnell und unkompliziert.“ Das sagt Ina Prümen-Schmitz mit Blick auf die Nettetaler, die in Zeiten der Corona-Pandemie ihre Wohnung nicht verlassen wollen oder können. Die Leiterin der Fachbereiche Senioren, Wohnen und Soziales und ihr Team koordinieren die ehrenamtlichen Hilfen für Nettetaler. „Viele Privatpersonen und auch die Kirchengemeinden und Vereine unserer Stadt haben sich bereits bei der Stadt gemeldet.“ Es geht, so Ina Prümen-Schmitz, um einfache Dinge wie Unterstützung bei Einkäufen, den Hund ausführen, Rezepte einlösen oder abholen, Mülltonnen an die Straße stellen oder Botengänge.

„Auch telefonische Hilfe kann einiges bewirken, das vermitteln wir gerne“, so die Fachbereichsleiterin. Gerne gibt ihr Team Hilfestellungen, was online geht und wie man sich die digitalen Medien in dieser schweren Zeit zunutze machen kann. Eigens zu diesem Zweck hat die Stadt die Corona-Nummer 02153/ 8985028 eingerichtet, bei der Maike Peters den Ehrenamt-Einsatz koordiniert unter dem Motto „Nachbarn für Nachbarn in Nettetal“. Die E-Mail lautet ehrenamt@ nettetal.de

Für Versorgungsengpässe insbesondere bei älteren Menschen steht der Pflegestützpunkt zur Verfügung. Die Seniorenberater Anne-Marie Janssen, Maike Peters, Jasmin Klerckx und Christian Fortmann sind erreichbar, eine Hotline ist von 8.30 bis 12.30 Uhr täglich eingerichtet unter 02153/ 8985025.

„Gerade in dieser Zeit sind Hilfen bei Demenz und anderen Themen um Alter und Pflege nötig“, betont Maike Peters mit Blick auf das Coronavirus, das insbesondere älteren Menschen das Leben schwer macht. „Für alle, die die Informationen zu Corona, Verhaltensregeln, Kontaktverboten und Hygienemaßnahmen aus sprachlichen Gründen nicht verstehen, gibt es sowohl auf der Homepage als auch telefonisch Informationen“, betont Ina Prümen-Schmitz. Die Sozialarbeiter haben per Post in der Landessprache informiert und bieten zusätzlich ein Corona-Telefon an: täglich von 8.30 bis 12.30 Uhr für geflüchtete Menschen und Migranten unter 02153/ 8985919.

Dabei hilft auch das Nettetaler Integrationswerk. „Als Schnittstelle zwischen Stadt und Ehrenamt ermöglichen wir Migranten einen Zugang in unsere Gesellschaft“, sagt Sandra Breuer. Kontakt unter 0173/ 2593747 oder integrationswerk@jugend-und-familienhilfe.de

Besonders betroffen vom Coronavirus sind Menschen mit Behinderung. „Sie benötigen häufig Informationen in leichter Sprache, um die Situation zu verstehen“, so Ina Prümen-Schmitz. Zudem stehen gehandicapte Menschen und ihre Angehörigen vor einer Herausforderung, da die Behindertenwerkstätten aktuell geschlossen sind.

Für die Bezieher von Kurzarbeitergeld ist der Bezug von Wohngeld vereinfacht möglich. In vielen Fällen kann telefonisch Wohngeld als Mietzuschuss beantragt werden. Die Anträge, die aufgrund der Corona-Krise zur Sicherung der Mietzahlungen aktuell eingehen, werden schnell bearbeitet. Die Mitarbeiter sind erreichbar unter 02153/ 8985004 und -5005 und Wohnungswesen@nettetal.de.

Auch in der Grundsicherung ist die Leistungsgewährung uneingeschränkt möglich (Kontakt unter 02153/ 8985012 und –5031) oder sozialamt@nettetal.de. Häufig sind Rentner betroffen, deren Zusatzverdienste nun wegfallen.