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Jubiläumspark Nettetal wurde mit einem Jahr Verspätung eingeweiht

Stadtjubiläum Nettetal : Jubiläumspark wächst heran

Die wegen der Coronapandemie verschobene Einweihnung und Bepflanzung des Jubiläumsparks in Nettetal konnte jetzt endlich nachgeholt werden.

Zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Nettetal im vergangenen Jahr hatte man zahlreiche Veranstaltungen geplant, die jedoch wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten. Hierzu gehörte auch das Anlegen eines Jubiläumsparks im Stadtteil Hinsbeck, einer 10.000 Quadratmeter großen Dreiecksfläche, gelegen zwischen Grefratherstraße und Krugerpfad. Die Fläche konnte durch einen Tausch mit einem Hinsbecker Landwirt in einen Jubiläumspark umgewandelt werden. Hier sollten entsprechend des Jubiläums 50 von Bürgern gespendete Bäume gepflanzt, dazu vier Traumliegen und zwei Sitzbänke aufgestellt werden. Die beiden letzteren wurden bereits vorher aufgestellt, die große Pflanzaktion fand am vergangenen Samstag statt.

Rund 150 Personen hatten sich zu der Aktion eingefunden, viele mit Spaten und Gießkanne. Darunter auch zahlreiche politische Repräsentanten, Vertreter von Vereinen, Unternehmen und Nachbarschaften. Auch der ehemalige Nettetaler Beigeordnete, Dr. Michael Rauterkus, inzwischen Dezernent in Düsseldorf, hatte den Weg hierhin gefunden.

Bürgermeister Christian Küsters freute sich in seiner Ansprache, dass die 50 Patenschaften sehr schnell vergeben waren. Es seien so viele Nachfragen gewesen, dass man noch weitere Parks damit hätte füllen können. Hans-Willi Pergens, Leiter des Nettebetriebs, erläuterte die Zusammensetzung der Baumgruppen etwa als Streuobst- oder Klimagruppe. Heike Meinert vom Grünflächenamt erläuterte, dass passend zur nunmehrigen Jahreszahl 51 auch 51 Bäume – 29 Obstbäume sowie 22 Klima- und Einzelbäume – gepflanzt würden. Inmitten der Fläche wurde ein Selfie-Point sowie zahlreiche Nistkästen aufgestellt.

Der Baubetriebshof hatte die Fläche und die Pflanzungen vorbereitet, die Bäume wurden von einer hiesigen Baumschule geliefert. Arvid-Thomas Tönneßen vom Betriebsbereich Stadtgrün stellte anschließend wegen der Corona-Vorschriften acht kleinere Gruppen mit jeweils einem Experten zusammen, die getrennt voneinander unter Anleitung ihre Bäume pflanzen sollten.

Hierbei mussten die Bäume zunächst mit Schutzmanschetten versehen und mit Kokosstricken an Stützstämme angebunden werden. Dem folgte die Herstellung eines Gießrandes, das Wässern der Bäume sowie das Anbringen von individuellen Spendenschildern in Form eines Baumes. Bei idealem Pflanzwetter waren alle mit Begeisterung dabei, Groß und Klein beteiligten sich.

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Für viel Spaß und Aufmerksamkeit sorgte bei Groß und Klein ein Baumläufer, der in seinem Baumkostüm für Fotos zur Verfügung stand und die Kinder mit Malbüchern und Malstiften erfreute. Dazu konnten sich alle an grün gefärbten, in Baumform zusammengestellten Wecken, einer leckeren Suppe oder Kaffee und Kuchen bedienen. Ein Event, dass von vielen Abteilungen der Stadt Nettetal gemeinsam hervorragend organisiert worden war.