Pusten bis die Birne glüht

Vor zwei Jahren hatten die Stadtwerke Nettetal ihr umweltpädagogisches Angebot für Vorschulkinder ausgebaut. Seitdem erfreut sich das Energieprojekt in Nettetaler Kindergärten immer größerer Beliebtheit.

Mit dem Angebot haben Kinder die Chance, mehr über umweltgerechtes Handeln und das Thema Energie zu erfahren.

Die Maschine rattert und brummt, es zischt und weißer Dampf steigt auf. Die 19 angehenden Schulkinder aus dem Kindergarten St. Sebastian in Lobberich beobachten gebannt, was passiert. Das Ungetüm in der Mitte ist eine kleine Dampfmaschine. Mitgebracht hat sie Ulrike Brammertz-Janoczek, Mitarbeiterin der Deutschen Umwelt-Aktion (DUA). Im Auftrag der Stadtwerke Nettetal bringt sie Vorschulkindern das Thema Energie näher.

Bis Mitte Oktober ist sie in elf Kindergärten in Nettetal unterwegs. Die Kinder starten mit einem Ratespiel. Ein Kind macht ein Gerät vor und die anderen müssen es erraten. Auf die Frage, was die Geräte benötigen, kommt gleich die Antwort: „Strom!“ – das wissen fast alle.

Spielerisch und altersgerecht erfahren die jungen Forscher, wozu Strom benötigt wird. Woher unser Strom kommt, erklärt Ulrike Brammertz-Janoczek anhand der Dampfmaschine. Hier erleben die Kinder, wie Kraftwerke Strom erzeugen und sich die Erzeugung auf unsere Umwelt auswirkt.

„Geht es auch anders?“, fragt Ulrike Brammertz-Janoczek. Sie zaubert einen Hubschrauber und ein rotes Spielzeug-Auto mit Solarzellen sowie ein transparentes Windrad und ein kleines Wasserkraftwerk hervor. Das Solarspielzeug dürfen die Kinder sofort ausprobieren. Am Windrad leuchtet eine kleine Lampe, sobald die Kinder kräftig pusten, das Auto fährt, wenn Sonnenlicht auf die Solarzelle trifft und am Wasserrad glüht ein Birnchen, wenn Wasser darüber fließt.

„Bei den Erlebnisstationen zu Wind, Wasser und Sonne konnten die Kinder viele Erfahrungen sammeln. Besonders fasziniert hat sie das Knattern und Rattern der Dampfmaschine“, resümiert Annette Gartz, Leiterin des Kindergartens St. Sebastian. „Wir hoffen natürlich, dass das Projekt auch im nächsten Jahr von den Stadtwerken durchgeführt wird.“

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Was jedes Kind tun kann, damit weniger Strom verbraucht wird, überlegen sie gemeinsam. Zum Beispiel: Weniger Fernsehen oder Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt. Als Gedankenstütze malen die Kinder kleine Eisbären aus und kleben die Sticker auf Geräte oder Lichtschalter.

Für Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Dieling und Prokurist Harald Rothen Anlass genug, das umweltpädagogische Angebot der Stadtwerke Nettetal auszubauen: „Wir können nicht früh genug anfangen, Kinder für den Schutz der Ressourcen und unserer Umwelt zu begeistern. Wir übernehmen Verantwortung, indem wir ihnen das Wissen und Werkzeug in die Hände geben, damit sie ihre Zukunft gestalten können.“

(StadtSpiegel)