: Seenstadt kann punkten

Corona ist für die Stadt Nettetal keineswegs Anlass, die Anstrengungen in Sachen Tourismus und das Werben um auswärtige Besucher hintanzustellen.

„Es sind zwar einige Messen ausgefallen. Aber gerade in Pandemiezeiten können wir als Freiluft-Paradies mit einer wunderschönen Natur und viel Wasser punkten“, sagt Hans-Willi Pergens, als Wirtschaftsförderer der Seenstadt auch für den Tourismus zuständig.

Die Zahlen sprechen für sich: im Schnitt freuen sich die Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Erholungsheime, Campingplätze und die Jugendherberge über rund 150.000 Übernachtungen pro Jahr. Die touristische Infrastruktur ist mit gut 1.100 Betten in insgesamt 50 Betrieben gegeben. Im Schnitt bleibt jeder auswärtige Besucher zwei Tage. „Man muss berücksichtigen, dass dieses Potenzial nicht nur den Gästen zugute kommt, sondern auch den Nettetalern“, betont Hans-Willi Pergens.

In diesem Rundum-Paket gibt es Bereiche, die sich in jüngster Zeit besonders dynamisch entwickelt haben. Hans-Willi Pergens verweist auf die Hinsbecker Heide, wo durch die Eröffnung des Kletterwaldes Niederrhein nunmehr perfekte Voraussetzungen nicht nur zum Klettern sondern auch zum Wandern, Radeln oder Spielen herrschen. Im Verbund mit „Niederrhein Tourismus“ und weiteren regionalen Playern hat die Stadt Nettetal im Laufe der Jahre ein attraktives Paket geschnürt.

In der zuständigen Stabstelle im Rathaus mit Hans-Willi Pergens sowie Ulrike Cronen und ihrem Team wird dem Thema Tourismus großes Augenmerk geschenkt. Beispielsweise ist eine umfangreiche Flyer-Familie entstanden. Bei Tourismus-Messen, (Rad-)Wandertagen, Stadtfesten und Events wirbt das Stadt-Marketing darüber für die Nettetaler Schokoladenseiten.

„Wir sind mit unserem Stand auch auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort auf sehr großes Interesse gestoßen – Auswärtige kennen und schätzen Nettetal sehr wohl“, betont Ulrike Cronen. Erfreut haben die städtischen Touristiker festgestellt, dass Nettetal etwa für die Erholungssuchenden aus dem Ruhrgebiet eine gute Adresse ist.

Unter dem Strich eine Botschaft, die gerade in dieser harten Coronazeit bei den auf Tourismus angewiesenen Betrieben der Stadt sehr gut angekommen ist. „Wir sitzen in einem Boot, haben viel kommuniziert, aktuelle Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt, Unterstützung angeboten und gemeinsam nach pragmatischen Lösungen gesucht“, so Hans-Willi Pergens. Beispiele seien die noch frische Kooperation mit der Jugendherberge in Sachen NiederrheinRad oder das städtische Entgegenkommen bei der von der Pandemie stark betroffenen Gastronomie.

Mit weiteren Aktivitäten will die Stadt den Rad-Tourismus wieder in den bewährten Schwung bringen. Perspektivisch soll es einen zentralen Reisemobil-Stellplatz ebenso geben wie einen attraktiven Minigolfplatz. Nachdem die (Premium-)Wanderwege prächtig angenommen werden, soll ein Reitroutennetz nach niederländischem Vorbild auch diese Sparte in den Aufgalopp bringen. „Hier arbeiten wir grenzüberschreitend mit dem Naturpark Maas-Schwalm-Nette zusammen“, berichtet Ulrike Cronen.

Hans-Willi Pergens freut sich, dass die Tourismus-Offensive aus dem Rathaus auf breite Unterstützung stößt. „Das motiviert uns, unsere Anstrengungen auf diesem Niveau weiter zu betreiben und darüber die Wirtschaft anzukurbeln.“