„Der Sport ist in der Mauser“

„Bewegtes Viersen“ – so ist der Titel des Rahmenplanes für die Sportentwicklung in der Stadt, an dem die Verwaltung aktuell feilt. Damit die Stadtteile und Nachbarschaften tatsächlich in Bewegung kommen, soll gebrainstormed werden, was das Zeug hält.

Wer sich beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, am ersten Treffen morgen um 18 Uhr im Süchtelner Weberhaus teilzunehmen.

„Der Sport ist in der Mauser“, konstatiert erster Beigeordneter Dr. Paul Schrömges, unter anderem verantwortlich für den Fachbereich Schule, Kultur und Sport, und meint damit den fortschreitenden Wandel weg von der klassischen Vereinsmitgliedschaft hin zu kommerziellen Angeboten, die individueller sind und flexibler genutzt werden können. Doch wie begegnet man diesem Wechsel in den Vorlieben der Menschen?

Zu diesem Thema macht sich die Stadtverwaltung aktuell Gedanken und hat sich für die Verwirklichung eines Rahmenplanes für die Sportentwicklung einen engen Zeitplan gesteckt. „Wir möchten dieses Thema nicht auf die lange Bank schieben. Je schneller wir ein konkretes Konzept haben, desto früher können Förderanträge gestellt und die ersten Projekte umgesetzt werden“, erklärt Dr. Paul Schrömges.

Und so findet am morgigen Donnerstag bereits das erste Treffen interessierter Bürger, Vereine, Schulen und Kitas im Weberhaus in Süchteln statt, um Ideen zu entwickeln, Anregungen zu geben und Vorschläge zu hören und zu machen. Daran schließen sich insgesamt fünf Vertiefungsworkshops an, in denen bis Ende November konkrete Vorschläge erarbeitet werden sollen. Bereits Anfang 2019 soll das von einem externen Institut mit den Vorschlägen aus der Bürgerschaft erstellte Konzept der Politik vorgestellt, beraten und beschlossen werden.

„Für die Vereine haben wir als Stadt alles getan, was wir tun konnten. Abgeschlossen werden müssen nur noch zwei Sportplätze“, resümiert Schrömges. „Jetzt gilt es den öffentlichen Raum für die Menschen wieder mehr erlebbar zu machen, ihn mit Leben zu füllen“, erklärt Harald Droste, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Dies kann nur fachbereichsübergreifend funktionieren, sind die Macher überzeugt – und mit dem Erfahrungsschatz der Bürger vor Ort. „Niemand weiß besser, was in den Vierteln funktioniert, was fehlt oder was ausgebaut werden soll, als die Menschen, die dort wohnen“, ist sich Droste sicher.

„Wir beschäftigen uns aber auch mit Fragen, wie man Trendsportarten berücksichtigen kann“, fügt Dr. Paul Schrömges hinzu und ob dies vielleicht sogar in Vereinen möglich sei. „All das wollen wir in den Workshops klären. Nichts ist unmöglich wie man so schön sagt“, schließt Ursula Heyer, Fachbereichsleiterin Schule, Kultur und Sport, schmunzelnd.

(StadtSpiegel)