: Fachkräfte vor Ort halten

„Gute Fachkräfte in den Betrieben am Niederrhein zu halten, wirdin Zukunft wichtiger denn je“, so Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld.

Einige Betriebe hätten bereits heute Schwierigkeiten, die Fachkräfte zu finden, die sie dringend benötigen. Dr. Bettina Rademacher-Bensing empfiehlt diesen Unternehmen, sich an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit zu wenden, der sie bei der Personalsuche entlasten könne: „Insbesondere kleinere und mittelständische Arbeitgeber ohne eigene Personalabteilung profitieren davon.“

Deutlich zu spüren ist derzeit die typische „Frühjahrsbelebung“ auf dem Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Mai des Vorjahres ist die Arbeitslosenzahl um mehr als 1.000 Personen gesunken. Dr. Bettina Rademacher- Bensing: „Das spricht für eine insgesamt stabile Entwicklung. Im Vergleich zu April ist die Arbeitslosenquote jedoch gestiegen, was nicht dem üblichen Frühjahrstrend entspricht.“ Doch dabei gehe es gar nicht tatsächlich um mehr Arbeitslose, sondern um Fehler in der Datenerfassung in den Jobcentern, die behoben worden seien: „Es wurden in großer Zahl Hartz- IV-Empfänger gefunden, deren Status im System nicht arbeitslos, sondern arbeitssuchend war. Dies wurde nun entsprechend korrigiert. Die Fehler in der Erfassung gab es bundesweit.“

In der Stadt Krefeld stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf aktuell 10,2 Prozent. Im Kreis Viersen liegt sie bei 5,3 Prozent (wie im April).

Im Geschäftsstellenbezirk Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst) betrug die Quote 4,1 Prozent (April: 4,3%), im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (Nettetal, Brüggen) 5,8 Prozent (April: 5,7%) und im Geschäftsstellenbezirk Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal) 5,7 Prozent (April: 5,7%).

Die Kräftenachfrage bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau. Im Mai wurden in der gesamten Region 1.053 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Aktuell stehen 4.643 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung zur Verfügung.

Im Mai waren 3.523 Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 322 (-8,4%) mehr als im Mai 2018. Dem gegenüber steht ein Angebot von 3.415 (+539 bzw. +18,7% im Vergleich zum Vorjahr) Ausbildungs-plätzen. Die Relation von Ausbildungsbewerbern zu angebotenen Ausbildungsstellen hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr dadurch deutlich verbessert: 100 Jugendliche kommen auf 97 Ausbildungsstellen.