: Fleißige Hände stellen Masken her

Die Produktion läuft: Mitarbeiter der städtischen Kitas und der anderen Tagespflege-Einrichtungen nähen Mund-Nase-Masken.

Viersen. Am Anfang stand eine einfache Idee: Mitarbeiter, die wegen der weitgehenden Schließung ihrer Einrichtungen im Home-Office tätig sind, wollten die Kollegen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) unterstützen. Denn der ASD kann seine Arbeit nicht vollständig ins Büro und ans Telefon verlegen. Also sollten einfache Mund-Nase-Masken entstehen, die beim persönlichen Kontakt eingesetzt werden können.

Masken-Nähen für andere, da ist die „Junge-Mütter-Gruppe“ gern dabei. Teilnehmerinnen dieser sonst wöchentlich stattfindenden Zusammenkunft sitzen an den Nähmaschinen. Organisiert wird dieses Angebot vom Kinder- und Jugendzentrum ALO in Dülken gemeinsam mit der Fachstelle Frühe Hilfen des Jugendamtes. Die Frühen Hilfen sind hier mit ihrem Baustein „Konkret – Begleitung für Familien und junge Mütter“ engagiert.

Die ersten Masken wurden bereits benutzt: Von Mitarbeitern des ASD, Erwachsenen in den aufgesuchten Familien und Kindern. Zwar kann niemand gezwungen werden, einen solchen Schutz zu tragen. Wenn aber für alle Masken zur Verfügung stehen, sollte das Vorbild der Träger auch die restlichen Beteiligten motivieren. Die Besuchten dürfen die Masken behalten und sollen sie weiterhin bei Bedarf einsetzen.

Die Nähenden sind weiterhin fleißig. Die Masken werden dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden. Zum Beispiel in Einrichtungen, in denen junge Menschen leben und betreut werden. Auch die Kinderklinik am AHK wird gerne versorgt. Verwendet werden können die einfachen Masken überall, wo sie bei der Beachtung der Hygieneregeln helfen. Ein Ersatz für Spezialprodukte im medizinischen Bereich sind sie nicht.

Unterstützung gibt es auch von anderer Seite. Die Süchtelner Baustoffe Rainer Schnäbler steuerten spontan 600 Euro für den Kauf von Stoff bei. Chef Rainer Schnäbler sagte, ihm lägen Gesundheit und Schutz der Kinder besonders am Herzen. Er lobte das Engagement der Beteiligten. Weitere Unterstützer haben sich bereits gemeldet.

Jugenddezernentin Cigdem Bern lobte die Initiative: „Es ist ein Zeichen gelebter Solidarität, über die Erledigung der eigenen Aufgaben im Home Office hinaus Zeit und Mühe aufzuwenden, um andere in ihrer Arbeit zu unterstützen.“