: Flexible Radtouren im Kreis

Der Kreis Viersen hat 120 neue Infotafeln für das Radknotenpunktnetz erhalten.

Im Kreis Viersen werden bald 120 Informationstafeln an Radknotenpunkten Radlern die Orientierung erleichtern. Möglich wird dies durch eine siebzig-prozentige Förderung durch das Land NRW. Einen entsprechenden Bescheid erhielt der Kreis jetzt. „Zukünftig wird das Angebot für die Rad-Begeisterten mit der Installation von Infotafeln an allen 120 Radknotenpunkten noch komfortabler. Eigene Touren können noch flexibler vor Ort angepasst oder erweitert werden“, sagt Andreas Budde, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt. Jede Tafel, die auf dem rund 544 Kilometer langen Streckennetz an den jeweiligen Radknotenpunkten aufgestellt wird, ist etwa 60 Zentimeter breit und 95 Zentimeter hoch. Oben rechts auf der Infotafel wird der aktuelle Radknotenpunkt-Standort mit Nummer in weiß-rot dargestellt. Dieser Standort ist zur besseren Orientierung auch in der Übersichtskarte markiert. „Die Karte wird auch die nächstgelegenen Radknotenpunkte der Umgebung anzeigen“, sagt Sandra Sieg, stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Kreisentwicklung. „Außerdem werden die Anbindungen an die Radknotenpunktnetze der kreisangrenzenden Städte und Gemeinden berücksichtigt.“

„Nachdem wir den Förderbescheid bekommen haben, wird nun als nächster Schritt das Vergabeverfahren durchgeführt“, so Anke Faßbender, Mitarbeiterin der Abteilung Kreisentwicklung. Zudem werden die ganz genauen Standorte der Infotafeln noch mit den Städten und Gemeinden abgestimmt. Bis alle Infotafeln vor Ort ihren Platz gefunden haben, wird es in Anbetracht der aktuellen Situation wahrscheinlich noch bis Winter 2020/2021 dauern.

Hintergrund:

Vor rund fünf Jahren wurde im Kreis Viersen das über 670 km lange, ausgeschilderte Radwandernetz um das Radknotenpunktnetz nach niederländischem Vorbild ergänzt. Radtouren können seitdem anhand von Zahlen individuell zusammengestellt werden. Die Radknotenpunktkarte, die der Kreis Viersen kostenlos herausgibt, oder auch digitale Portale, wie der Radroutenplaner NRW und OpenStreetMap, stehen den Radlern für die Planung einer Tour zur Verfügung. Im Sommer 2019 hat der Kreistag beschlossen, kreisweit Informationstafeln am Radknotenpunktnetz zu installieren. Die Abteilung Kreisentwicklung im Amt für Bauen, Landschaft und Planung hat daraufhin im September 2019 einen Förderantrag beim Land eingereicht.

Der Kreis Viersen ist seit 2007 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS e.V.), die der Förderung des Radverkehrs als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel besonders hohe Bedeutung beimisst.