: Formate für improvisierte Musik

Die Kulturabteilung der Stadt Viersen denkt darüber nach, Jazz in diesem Jahr in alternativen Formen stattfinden zu lassen.

Viersen. Hintergrund für diese Überlegungen: Das Internationale Jazzfestival Viersen 2020 in der gewohnten Form wird nicht stattfinden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss auf Vorschlag der Kulturabteilung entschieden.

Viersens Beigeordnete für Kultur Cigdem Bern sagte, es sei nach heutigem Stand mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich, das Jazzfestival als Großveranstaltung im September zu organisieren. Eine frühzeitige Absage gebe allen Beteiligten Planungssicherheit. Das gelte für die Künstlerinnen und Künstler ebenso wie für die Agenturen, das Publikum und die Kulturverwaltung. Eine frühzeitige Absage biete zudem die Möglichkeit, schon jetzt mit den Künstlerinnen und Künstlern über einen Auftritt im Jahr 2021 zu sprechen.

Jazz solle es im Kulturprogramm der kommenden Monate dennoch geben. Dabei denke die Kulturabteilung daran, alternative Formate auszuprobieren. Das lasse sich gut in das ohnehin geplante flexible Angebot einer „Corona-Spielzeit 2020/2021“ einbinden.

Cigdem Bern warb dafür, die aktuelle Situation nicht nur als Einengung zu verstehen. Jede Krise, sagte sie, biete die Chance, neue Erfahrungen zu machen. Diese Erfahrungen könnten dann auch in die nachfolgenden Planungen und Spielzeiten einfließen.