Herr der Elben und Zwerge

Er erschafft ganze Welten und erlebt die spannendsten Abenteuer – in seinem Kopf. Frank

Rehfeld aus Süchteln ist Fantasy-Autor und hat nun nach einem Epos mit Zwergen und Elben einen neuen Roman veröffentlicht.

Süchteln

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. Rund 100 Heftromane und 50 Bücher hat Frank Rehfeld in seinem Leben schon geschrieben.

„Mein erstes Manuskript habe ich noch vor meinem Abitur eingereicht“, erzählt der 53-Jährige.

Immer schon habe er viel gelesen und dann irgendwann auch Lust gehabt, sich selbst Geschichten auszudenken. Nie habe er sich einen anderen Beruf vorstellen können. „Natürlich war da als 16-Jähriger viel für den Papierkorb, aber als mein erstes Buch verlegt wurde, bin ich mit einer Flasche Sekt in die Schule“, erinnert sich der Süchtelner. Nach dem Zivildienst ging es so richtig los mit Gruselstories, Mystery, Krimis und Fantasy. „In dem Bereich gibt es die größten Möglichkeiten – es ist ein bisschen wie Gott spielen. Ökosysteme, Hierarchien und vieles mehr erschaffen“, sagt Rehfeld, der für seine Romane, auch wenn dies viele nicht vermuten, viel recherchieren müsse, so zum Beispiel über Kampftechniken. Am Anfang stehe ein großes Gerüst, bevor es zum Verlag gehe. „Das Fleisch an die Geschichte kommt dann beim Schreiben.“

Jetzt steht der erste Band seines neuen Zweiteilers in den Regalen der Buchhandlungen – der zweite Band wird in wenigen Wochen fertig. „Der Weg des Inquisitors“ spielt im düsteren dreckigen Mittelalter, die christliche Kirche spielt ein große Rolle, auch die Rivalität zum Staat. „Die Geschichte ist weniger bunt, und hält auch eher wenig Übernatürliches bereit.“

Ganz im Gegensatz zu seinem Epos in sechs Bänden über Zwerge und Elben, das eher fantastisch ist und rund 200 000 mal verkauft wurde. „Das lief ganz gut, aber es gibt auch harte Zeiten, wenn man nicht gerade Bestsellerautor ist.“ Allgemein stelle er fest, dass die Buchverkäufe in den vergangenen zwei bis drei Jahren stark eingebrochen sind, das mache ihm schon Sorge.

Seine Ideen entwickeln sich oft aus banalen Alltagssituationen, erklärt Rehfeld im Gespräch. „So adaptiere ich einen Vater-Sohn-Konflikt, den ich mitbekomme, dann in den Fantasy-Bereich.“ Schreiben, das mach Frank Rehfeld vor allem nachts – das passe auch oft besser zu den düsteren Geschichten. „Aber es gibt auch Tage, da gehe ich spazieren und spreche meine Ideen aufs Diktiergerät“, berichtet der Autor. Und davon habe er noch genug, um viele spannende und fantastische Bücher zu füllen.

(Report Anzeigenblatt)