Inklusive Tagespflege: Gemeinsam leben im Alter

Inklusive Tagespflege: Gemeinsam leben im Alter

In Viersen entsteht die erste inklusive Tagespflege in NRW. Der Grundstein für Tagespflege und Apartmenthaus wurde jetzt gelegt.

„Als Lebenshilfe ist unsere Kompetenz bei der Betreuung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen über Jahrzehnte gewachsen. Sie ist der Kern unserer täglichen Arbeit. Diese Kernkompetenz kann mit der Tagespflege nun auch Menschen mit dementiellen Erkrankungen zu Gute kommen“, sagt Vereinsvorsitzende Christina Minten.

Die Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. investiert gut 2,4 Millionen Euro in den Neubau an der Anne-Frank-Straße 48 in Süchteln, der vom Viersener Architekturbüro Dewey+ Blohm Schröder konzipiert und baulich begleitet wird. In der ersten inklusiven Tagespflege in ganz NRW, die sich im Erdgeschoss befinden wird, können voraussichtlich ab März 2020 bis zu zwölf Menschen gleichzeitig betreut werden. Darüber hinaus bietet der barrierefreie Neubau für insgesamt elf Mieter ein neues Zuhause. Die Mietwohnungen teilen sich in vier Einzelapartments, ein Zweierapartment und eine betreute Wohngruppe für fünf Mieter auf. Die Einzelapartments und das Zweierapartment werden ebenfalls inklusiv, sprich an Menschen mit und ohne Behinderung vermietet. Somit solle das gemeinsame Miteinander gestärkt und Begegnungen geschaffen werden. Grundvoraussetzung für alle Mieter ist ein Wohnberechtigungsschein, da es sich bei allen Wohnungen um sozialen Wohnungsbau handelt.

Gemeinsam mit der Viersener Bürgermeisterin Sabine Anemüller, 60 geladenen Gästen, Nachbarn und Interessenten stießen Vereinsvorsitzende Christina Minten und Geschäftsführer Michael Behrendt aus diesem Anlass an.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller lobt die Arbeit der Lebenshilfe: „Mit der Errichtung einer Tagespflege und eines Apartmenthauses hier in der Anne-Frank-Straße entsteht nicht einfach nur ein Gebäude. Vielmehr gewinnt Viersen ein weiteres Element in einem System der gleichberechtigten Teilhabe, das von der Lebenshilfe in inzwischen mehr als 50 Jahren in Stadt und Kreis etabliert wurde.“

Für die Wohnungen erhalte der Verein gut 880.000 Euro als zinsgünstiges Darlehen aus Mitteln des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes NRW (NRW Bank) und 280.000 Euro betrage die Fördersumme von der Aktion Mensch. Die Stiftung Lebenshilfe im Kreis Viersen unterstützt das Gesamtprojekt mit einem zinsgünstigen D

arlehen in Höhe von gut 550.000 Euro.

(StadtSpiegel)