: „music for one“ in der Fabrik

Auch in Corona-Zeiten ist ein Live-Erlebnis möglich. Sogar höchst exklusiv. Ein Musiker auf dem Podium. Und ein Zuhörer im Publikum: Eine wunderbare Viertelstunde dreht sich die Musik nur um einen einzigen Gast. Unter dem Motto „music for one“ lädt die „Fabrik für Genusskultur“ ein zu einer Konzertreihe der mit Abstand besondersten Art.

Auch wenn Claudia Holthausen und Matthias Nitsche ihre „Fabrik für Genusskultur“ in einer kleinen Gewerbehalle in Süchteln „nur“ aus Liebhaberei betreiben, waren sie dennoch betrübt bei der Vorstellung, dass nun bis auf weiteres kein (kulturelles) Leben in den Räumlichkeiten mit Industrieambiente sein würde. Und haben überlegt, wie man das mit „echten“, leibhaftig anwesenden Künstlern und ebenso leibhaftig anwesendem Publikum ändern könnte, ohne die Corona-Regeln zu unterlaufen.

Jetzt hatten die beiden Veranstalter aus Leidenschaft eine Idee für ein Projekt, das es zwar in der einen oder anderen Form schon mal gab, das aber für Corona-Zeiten geradezu prädestiniert ist: „music for one“. Ein Musiker lässt sein Instrument live auf dem Podium ganz exklusiv für einen einzigen Zuhörer erklingen und beschert dem Gast auf die Weise ein eindringliches persönliches Erlebnis.

Das Programm startet am Samstag, 23. Mai, mit „guitar for one“ mit Arturo Castro Nogueras. Um 19, 19.15, 19.30, 20, 20.15, 20.30 Uhr gibt er für jeweils einen Zuhörer 15-minütige Konzerte. Der aus einer kubanischen, mexikanischen und puertoricanischen Musikerfamilie stammende Gitarrist Arturo Castro Nogueras tritt in Solo- und Kammermusikabenden auf dem europäischen und amerikanischen Kontinent auf und konzertiert regelmäßig mit Orchestern aus aller Welt.

Am Samstag, 30. Mai, gibt es „flute for one“ mit Christiane Oxenfort. Als studierte Flötistin mit Orchestererfahrung ist Christiane Oxenfort, Intendantin des renommierten Düsseldorf Festivals, nach wie vor auch als Musikerin aktiv und erfolgreich – sei es in verschiedenen Kammermusikformationen oder solistisch.

„Piano for one“ gibt es am Samstag, 6. Juni, mit Hans-Peter Faßbender. Der Pianist, Keyboarder und Komponist ist sowohl als Live- wie auch als Studiomusiker mit großer Bandbreite tätig. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet das Spannungsfeld von Improvisation und elektronischen Klängen.

Der Eintritt pro Viertelstunde beträgt 15 Euro. Der Kostenbeitrag geht zu 100 Prozent an die Künstler. Ein Ticket für eines dieser Wunschkonzerte (oder auch für zwei oder drei) kann unter c@holthausen-kfk.de reserviert werden. Das Zeitfenster wird zugewiesen. Gleichzeitig mit der Buchungsbestätigung wird eine IBAN mit der Bitte um Überweisung des Eintrittsgeldes zugestellt.