: Nachhaltigkeit bei Banken Thema

Der Umbau der Hauptstelle in Dülken war bei der Volksbank Viersen ein großes Thema 2019. Auch die IT-Umstellung war kein Problem. „Ein sehr erfolgreiches Jahr, was in der Größenordnung nicht zu erwarten war“, freute sich Vorstand Jürgen Cleven bei der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2019.

Kreis Viersen. „Wir sind froh, die Investitionen in den Umbau getätigt und so die sterile Atmosphäre geändert zu haben“, sagt Jürgen Cleven, Vorstand der Volksbank Viersen. Nach fast zwei Jahren Umbauphase und Kosten von rund drei Millionen Euro finden jetzt die Beratungsgespräche mit modernster Technik in einer Wohnzimmeratmosphäre statt. Die IT-Umstellung im August 2019, mit vielen Tagen Schulungen gut vorbereitet, verlief problemlos. „Wir tauschten nicht einfach nur ein Betriebssystem, wir mussten alle Daten anpacken, Vorgänge und Prozesse neu entwickeln“, erläutert Michael Willemse, der für die Umstellung verantwortliche Vorstand.

Mit dem Blick auf die Bilanzzahlen vermeldet der Volksbank-Vorstand ein starkes Wachstum trotz Niedrigzinsphase. Mit einer Steigerung von 6,83 Prozent zum Vorjahr ist die Bilanzsumme auf über 890 Millionen Euro gewachsen. „Auch das Kundenkreditvolumen ist 2019 stark angestiegen: Insgesamt betragen die Forderungen an Kunden 509 Millionen Euro. Dazu kommen 320 Millionen Euro aus dem vermittelten Kreditgeschäft“, weiß Michael Willemse. Eine Steigerung von sechs Prozent. Beim Thema Baufinanzierung profitiere man von sehr günstigen und gesicherten Zinsen und Planungssicherheit.

Noch etwas beachtlicher – 6,33 Prozent – beträgt das Wachstum bei den Einlagen der Kunden, wobei Spar-und Sichteinlagen, die den Kunden zur Erhaltung der eigenen Liquidität dienen, die größten Zuwächse verzeichnen konnten (+2,73/ +11,31 Prozent). „Eine kurzfristige Möglichkeit, das Geld zu parken. Richtig gut rechne sich allerdings eher die Anlage von Wertpapieren, erklärt Jürgen Cleven. Die Wertpapieranlagen stiegen um 139 Millionen Euro an, was einer Steigerung von 38,14 Prozent entspricht. Beispielhaft verdeutlicht Cleven hier die Entwicklung des UniNachhaltig Aktien Global: „Wer ab Januar 2010 für monatlich 100 Euro Fondsanteile dieses Fonds erworben hat, hat bis zum 1. Januar 2020 eine jährliche Rendite von über 10 Prozent erzielt.“ Fonds, die in nachhaltig operierende Unternehmen investieren, würden sich auch in Zukunft weiterhin sehr gut entwickeln, sind sich die Finanz-Experten sicher. „Viele unserer jüngeren Kunden entscheiden sich auch im Bankengeschäft für das Thema Nachhaltigkeit“, so Cleven.

Der Zinsüberschuss fällt etwas niedriger aus als in 2018 mit knapp 17,9 Millionen Euro. Michael Willemse: „Demgegenüber steht aber ein sehr gutes Provisionsergebnis, das um mehr als 12 Prozent auf 9,1Millionen Euro gesteigert werden konnte.“

Ein erfolgreiches Jahr auch für die Volksbank Immobilien GmbH, eine Tochtergesellschaft der Volksbank Viersen, die insgesamt 73 Immobilien (2018: 54 Objekte) mit einem Gesamtwert von über 17 Millionen Euro vermarktete. Der Gewinn daraus: mehr als 320.000 Euro. In den schon bestehenden Baugebieten in Dülken, Hilde-Bruch-Straße und Am Pletschbach, sind nur noch wenige Einheiten frei.

„Das Betriebsergebnis der Volksbank Viersen liegt bei erfreulichen 1,07 Prozent und damit deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 0,85 Prozent“, freut sich Willemse. Bei einem Bilanzgewinn von 1,4 Millionen Euro schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung am 5. Mai eine Dividende von vier Prozent vor. Willemse: „Mit diesem Zinssatz liegen wir weit über dem derzeitigen Kapitalmarktniveau.“

„Wir bleiben vor Ort, es wird keine Veränderung in der Struktur unserer sieben Geschäftsstellen geben“, gibt Jürgen Cleven einen Ausblick auf 2020 und die nächsten Jahre. So lange der Kunde den Service und die Beratung vor Ort nutze und schätze, stehen die Geschäftsstellen nicht zur Disposition.

Die Sicherheit des Online-Bankings steht für die Volksbank Viersen an erster Stelle. In Kürze wird die mobile TAN abgeschaltet und der Umstieg auf die sichere und schnelle Tan-App VR-SecureGO empfohlen. Jürgen Cleven: „Bei den digitalen Services haben wir etwas Nachholbedarf, wollen diese weiter ausbauen.“