: Schnellere Tests für Heimbewohner

Im Kreis Viersen sollen alte Menschen in Pflegeheimen schneller und umfassender auf das Corona-Virus getestet werden. Dazu ist ab heute ein neues Screening-Fahrzeug im Einsatz.

Wird ein Corona-Fall in einem Pflegeheim bekannt, fährt das Screening-Fahrzeug mit einem Arzt/einer Ärztin sofort dorthin, um umgehend alle Bewohner und Mitarbeiter – in manchen Heimen mehrere hundert Personen – zu testen. Die Proben gehen zeitnah ins Labor. Werden durch die Testauswertung weitere Fälle in dem Heim bekannt, können sofort Maßnahmen zur Isolierung der betroffenen Personen und Kontaktpersonen umgesetzt werden.

Das Screening-Fahrzeug wurde möglich durch eine Kooperation des Kreises Viersen mit den Maltesern und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), die jeweils ein Fahrzeug und einen Fahrer stellen, sowie mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein Kreis Viersen und ihren dort organisierten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Landrat Dr. Andreas Coenen begleitete jetzt den Start des Screening-Fahrzeugs am ersten Einsatzort, einem Pflegeheim in Kempen. Dort haben sich ein Bewohner und ein Mitarbeiter angesteckt, 13 Beschäftigte befinden sich bereits in Quarantäne. Dr. Coenen bedankte sich bei den Hilfsorganisationen und der KV: „Alte Menschen müssen wir vor dem Corona-Virus besonders gut schützen. Das neue Screening-Fahrzeug ist dafür eine wichtige Hilfe. Einmal mehr zeigt sich, dass wir eine gute Idee dank des guten Zusammenspiels von Kreis, KV und den Hilfsorganisationen gemeinsam schnell umsetzen können.“

Thomas Heil, Kämmerer und Dezernent für Gesundheit, Ordnung und Verbraucherschutz des Kreises Viersen, erklärte: „Schon mit unserem mobilen Corona-Untersuchungszentrum (CUZ) konnten wir zusätzliche Möglichkeiten für Corona-Tests schaffen. Unser neues Screening-Fahrzeug ist ein weiterer Schritt, die Tests auszuweiten – nämlich dort, wo es ganz besonders wichtig ist: bei alten Menschen und denen, die sie betreuen.“