: Spielerisch die Welt entdecken

Was kann man mit einer Taschenlampe, einer Lupe, mit Pinzette, Petrischale und einem Becherglas anfangen?

Eine Antwort auf diese Frage findet, wer den Leitfaden für das Mobile Waldlabor im Naturpark Schwalm-Nette liest und eine Exkursion in die Natur macht. Diese Labor-Utensilien helfen bei einer „Schatzsuche auf dem Waldboden“. Denn: „Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen fühlen, riechen, schmecken. Sie wollen Forscher und Entdecker sein“, sagt Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann im Naturparkzentrum Wachtendonk bei der Vorstellung des neuen Mobilen Waldlabors.

„Spielerisch die Welt entdecken – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lautet das Motto des neuen Wagens für junge Forscher, der nun auch mit einem Leitfaden mit Experimenten und Hintergrundinformationen ausgestattet ist.

Das Mobile Waldlabor können Kindergärten, Familien oder Besucher des Naturparks ab sofort ausleihen, um mit Kindern gemeinsam die Natur zu erkunden. In den Schubladen und Staufächern befinden sich Lupen, Gläser und weitere Labor-Materialien. Der Leitfaden, der nun auch im Wagen zu finden ist, ist Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Naturpark und dem Berufskolleg Viersen. Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs haben an der Erstellung des Leitfadens unter Leitung ihrer Lehrerinnen Theresa Engemann und Dr. Alexandra Hauck mitgearbeitet.

Die Kinder erhalten damit Anweisungen und Erläuterungen darüber, welches Material sie benötigen, wie sie die Experimente durchführen und welche Sicherheits- und Verhaltensregeln sie bei ihrem Ausflug in den Wald berücksichtigen sollten. Zusätzlich hat Philippe Niebling von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen Informationen über den Waldboden für den Leitfaden zusammengestellt.

Bei der Erstellung der Fotos für den begleitenden Flyer haben Kinder des Bewegungskindergartens Gänseblümchen in Wachtendonk mitgewirkt.

Iris Boesch, Projekleiterin des Naturparks, betont, wie wichtig frühkindliche Erziehung im Umgang mit Natur und Umwelt ist: „Wer schon in jungen Jahren an die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur herangeführt wird, geht auch als Jugendlicher und Erwachsener sorgsam mit ihr um.“

Und so nehmen die Kinder des Bewegungskindergartens Gänseblümchen gemeinsam mit ihrer Erzieherin Elke Fronz die Schatzsuche des Bodens im Bauerngarten des Naturparkzentrums auf: Da werden Gänseblümchen unter die Lupe genommen und Blätter oder Gräser gesammelt und in den Gläsern aufbewahrt. Im Anschluss besprechen alle gemeinsam mit Fronz, was sie gefunden haben. Der Leitfaden, bestückt mit Experimenten zur Umsetzung in der Natur, wird den Naturpark Schwalm-Nette über Jahre hinweg unterstützen, so Boesch.

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