: Von der Nette bis zur Niers

Die Radroute des Monats führt die Radler durch die Natur rund um Nettetal. Der Allgemeine Deutsche Fahrradklub (ADFC) Krefeld-Viersen bietet am Sonntag, 28. Juli, eine geführte Fahrradtour auf dieser Strecke an. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Parkplatz Doerkesplatz in Nettetal-Lobberich nahe des Knotenpunkts 87.

Ausgangspunkt der Radroute des Monats Juli ist der Parkplatz am Doerkesplatz in Nettetal-Lobberich. Zunächst fahren die Radler Richtung Norden bis zur Steegerstraße und dort links zum Knotenpunkt (KP) 87. Es geht vorbei an der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian, die Ende des 19. Jahrhunderts im neuromanischen Stil erbaut wurde. Ihre imposanten Doppeltürme erreichen eine Höhe von 63 Metern. Auf dem Weg zum KP 1 im Sassenfeld passieren die Radler das Naturerlebnisgebiet Windmühlenbruch und durchqueren das Naturschutzgebiet Ferkensbruch. Von dort geht es zum KP 12.

Im weiteren Verlauf führt die Route vorbei am De Wittsee in Richtung KP 61. Noch vor dem KP 61 fahren die Radler am Abzweig Herrenpfad rechts und erreichen den KP 3 in Nettetal-Leuth. Die Tour verläuft über den KP 6 in das Naturschutzgebiet Venloer Heide. Das weitgehend geschlossene, große Waldgebiet dient insbesondere Brutvögeln als Lebensstätte und ist Teil des grenzüberschreitenden Naturerlebnisgebietes Groote Heide – Venloer Heide.

Auf zum Teil unbefestigten Wegen geht es zum
KP 2. Die Tour führt durch das Naturschutzgebiet Krickenbecker Seen und Kleiner De Wittsee. Die Streckenführung ermöglicht einen Blick auf Schloss Krickenbeck, das als bedeutende niederrheinische Wasserburg um die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Heute befindet sich das Schloss im Privatbesitz.

35 Kilometer ganz
nah an der Natur

Auf der weiteren Route passieren die Radfahrer zunächst das Info-Zentrum „Biologische Station Krickenbecker Seen“, das über die Geologie, die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie ökologische Zusammenhänge informiert. Anschließend geht es vorbei am Textilmuseum „Die Scheune“, wo Zeugnisse der langen Geschichte niederrheinischer Textilmanufaktur ausgestellt und vorgeführt werden. Im weiteren Verlauf erreichen die Radler den KP 47 in Hombergen. Auf dem Weg zum KP 21 an der Flootsmühle lohnt ein Abstecher zu Fuß zum Aussichtsturm Taubenberg. Inmitten des Waldgebietes der Hinsbecker Heide liegt der knapp 29 Meter hohe Turm, der einen weiten Ausblick auf die umliegende Landschaft bietet. Bei klarer Sicht kann man sogar bis in das Ruhrgebiet blicken.

Hinter KP 21 führt die Tour vorbei am Ortsteil Müllem an der Kreisgrenze über den KP 44 in Richtung des KP 6. An der Kreuzung Grasheider Straße/ Kloster Mariendonk fahren die Radler durch die Niersniederung zum KP 82. Es geht durch das Naturschutzgebiet Grasheide und Mühlhausener Benden und vorbei an der Langendonker Mühle, einer ehemaligen Korn- und Ölmühle aus dem 14. Jahrhundert.

Am KP 82 befindet sich das Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath, wo das Leben und Arbeiten am Niederrhein in vortechnischer Zeit veranschaulicht wird. Herzstück ist das Wasserschloss Dorenburg, dessen Geschichte bis in das Jahr 1326 zurückreicht.

Im weiteren Verlauf erreichen die Radfahrer den KP 55 im Ortskern von Grefrath. Auf komfortablen Radwegen geht es vorbei an Haus Milbeck zum KP 63. Heute beherbergt das ehemalige Rittergut aus dem 15. Jahrhundert ein Café. Von hier geht es für die Radler zurück zum Ausgangspunkt KP 87 am Doerkesplatz in Lobberich.