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Unterstützung für den Verein „Fighting Spirits“/ Das Geld soll in weitere Musikprojekte der Gruppe investiert werden: 30 Tage Vollbart - 4.000 Euro gesammelt

Unterstützung für den Verein „Fighting Spirits“/ Das Geld soll in weitere Musikprojekte der Gruppe investiert werden : 30 Tage Vollbart - 4.000 Euro gesammelt

Wo ist die Verbindung zwischen zehn plötzlich bärtigen Männern und den „Fighting Spirits“, einer singenden Gruppe krebskranker Jugendlicher?

M´gladbach/ Schwalmtal (nms).

Die Männer mit Bärten sind allesamt Mitglieder des Kriminalkommissariats 11 in Mönchengladbach. Und sie tragen auch nicht immer Bart, nur im November 2014 haben sie es alle getan. Jedes Jahr zu Weihnachten sammeln sie im kleinen Kreis Spenden für einen guten Zweck. 2012 und 2013 waren dieser gute Zweck schon die Fighting Spirits.

Und 2014 sollte es dann ein bisschen mehr sein. Entstanden ist die Idee mit den Bärten bei einem Ausflug an den Rhein, im strömenden Regen bei einem Bier unter Schirmen. Vielleicht ist sie deshalb so gut.

Guido Bremes war es, der die Aktion „Movember“ ins Gespräch brachte. Die stammt aus Australien. Das Wort setzt sich aus „Moustache“ – englisch für Schnurrbart – und „November“ zusammen. Seit 1999 lassen sich einige, zunächst eben in Australien, inzwischen in aller Welt, im November einen Schnurrbart stehen und sammeln Spenden für den Kampf gegen Prostatakrebs.

Der Schnurrbart sollte es nicht sein, sondern ein ungeschnittener Vollbart - alles wieder für die Fighting Spirits.

Der Einsatz: 30 Euro, für jeden Tag im November einer. Wer vorher zum Rasierer greifen würde, müsste 50 Euro drauflegen.

Ein Jagdfreund von Ingo Thiel stockte die Summe großzügig auf, und die Familie Boers aus Leloh, die jedes Jahr am dritten und vierten Adventswochenende Weihnachtsbäume zum Selberschlagen anbietet und dazu Waffeln und Glühwein reicht, stellte auch eine Spendenbox für die Fighting Spirits auf, in der am Ende 1016 Euro waren. Die Fighting Spirits sind zwischen zehn und 22 Jahren alt. Sie alle hatten oder haben Krebs. Die Idee, dass sie gemeinsam Musik machen und auf der Bühne stehen sollen, hatte einer der Therapeuten im Jahr 2010. Alexandra Vahlhaus’ Tochter Alina (heute 19) war damals schon erkrankt. Inzwischen ist sie durch die immer wieder zurückkehrende Krankheit völlig erblindet. „Die Spirits geben ihr und den anderen das zurück, was die Krankheit ihnen nimmt“, sagt die Mutter, die gemeinsam mit anderen Eltern 2012 dann den Förderverein für die Fighting Spirits gegründet hat.

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Im März werden sie in Düsseldorf wieder auf der Bühne stehen – mit eigenen Texten und Kompositionen, teilweise mit ihren Geschwistern.

Die insgesamt rund 4000 Euro, die durch die Bart-Aktion zusammengekommen sind, werden in weitere Musikprojekte gesteckt. 1000 Euro kommen einer Familie mit einem erkrankten Kind zugute, die dringend Hilfe benötigt.

www.fightingspirits.de.

(Report Anzeigenblatt)