: Flugplatzwird zurGewerbefläche

Europaweit hat die Suche nach Interessenten für NRWs größte Entwicklungsfläche auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Javelin Barracks begonnen.

Die Entwicklungsgesellschaft „Energie- und Gewerbepark Elmpt“ mbH (EGE) sucht nach Interessenten für den Kauf und die gewerblich-industrielle Nutzung einer rund 150 Hektar großen Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens in Niederkrüchten-Elmpt. Hierzu findet ein wettbewerbliches Bieterverfahren statt, zu dem europaweit aufgerufen ist. Das Projekt ist ein wichtiger Impuls für die Region als Wirtschaftsstandort, von dem auch bereits ansässige Unternehmen profitieren werden. Interessierte Bürger können sich in Kürze auf einer eigenen Website und bei einer Informationsveranstaltung im Januar 2020 informieren.

Die ehemalige militärische Liegenschaft „Javelin Barracks“ in Elmpt ist mit einer Fläche von etwa 880 Hektar eine der größten Entwicklungsflächen in NRW. „Ihre Größe und Lage machen die Liegenschaft zu einer hervorragenden Chance für die wirtschaftliche und demografische Entwicklung des gesamten Kreises. Jetzt kommt es darauf an, dass wir sie richtig nutzen“, erklärt Landrat Dr. Andreas Coenen, der auch dem Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft vorsitzt. Die EGE wurde von der Gemeinde Niederkrüchten, dem Kreis Viersen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG) 2016 eigens für die Neuentwicklung der Liegenschaft gegründet. Sie sucht nun für eine Teilfläche des Areals von rund 150 Hektar einen Käufer. Die Fläche ist als Gewerbe- und Industriegebiet im Regionalplan ausgewiesen.

Seit dem 22. November ist die Bekanntmachung zum Projekt europaweit veröffentlicht. Interessenten haben nun rund einen Monat Zeit, auf die Vorinformation im Amtsblatt der EU zu reagieren.

Das Bieterverfahren läuft!

Die EGE wird im Anschluss mit potenziellen Käufern in Verhandlungen eintreten. „Wichtig ist uns eine langfristige Perspektive. Für uns kommen nur Käufer infrage, die wie wir die nachhaltige Entwicklung der Region im Blick haben“, erklärt Ingo Schabrich, Geschäftsführer der EGE. Die Entwicklungsgesellschaft hat ein wettbewerbliches Bieterverfahren gewählt, das ihr die bestmögliche Mitwirkung bei der Suche nach Interessenten bietet. Sie hat die Interessen der Gemeinde Niederkrüchten, des Kreises Viersen sowie der Anwohner fest im Blick. Angestrebt wird eine sogenannte Ein-Investoren-Lösung. Das heißt, das gesamte Areal soll an einen Bieter verkauft und nicht aufgesplittet werden. Der Prozess läuft in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(BImA), die derzeit noch Eigentümerin der Liegenschaft ist und Anfang des Jahres einen Kooperationsvertrag mit der EGE abgeschlossen hat.

„Von der Entwicklung der Flächen soll auch die lokale Wirtschaft profitieren – das war uns von Anfang an wichtig“, betont Karl-Heinz Wassong, Bürgermeister von Niederkrüchten, der ebenfalls dem Aufsichtsrat der EGE angehört. Rund 20 Hektar sind für die Ansiedlung von Klein- und Mittelbetrieben vorgesehen. Das geplante Gewerbe- und Industriegebiet wird eines der größten in Nordrhein-Westfalen und bedeutet eine große Chance für den Kreis Viersen sowie die Gemeinde Niederkrüchten.