: „Ich liebe die Natur“

Der in Niederkrüchten lebende Autor, Musiker und Illustrator Sebastian Polmans hat mit „Die Tulpe lädt zum Riechen ein – Gezeichnete Gedichte“ ein neues Buch herausgebracht, das vor allem den kleinsten Naturliebhabern viel Freude bereiten wird.

„Um diese Zeit, findet man mich eigentlich immer im Wald“, begrüßt mich Sebastian Polmans, in Mütze, Regenparka und Gummistiefel gekleidet, aus seinem Auto aussteigend, als ich mich mit ihm in Elmpt in seiner „Werkstatt“ treffe.

Grund meines Besuchs ist sein neues Buch „Die Tulpe lädt zum Riechen ein“ das, wie der Untertitel verrät, ein Werk aus „gezeichneten Gedichten“ ist. Auf 68 Seiten lädt der 37-jährige Autor und Illustrator vor allem Kinder, aber auch Erwachsene dazu ein, ins Gespräch zu kommen... über Pflanzen und Tiere und das Leben auf unserem Planeten.

Spricht man mit Polmans selbst darüber, formuliert er ziemlich deutlich: „Ich liebe die Natur und meine Kunst entsteht aus eben dieser Liebe – egal, ob in Wort oder Bild. In meinem neuen Buch gehen Bild und Text Hand in Hand.“ Zuhause oder auch im Wald greift er gerne zu seinen Notizbüchern und einem Kugelschreiber und fängt an zu zeichnen oder zu schreiben, oder eben beides. So entstand nach und nach „Die Tulpe lädt zum Riechen ein“, das er bewusst im kleinen Berliner Bübül Verlag herausgebracht hat. Lustige Bezüge stellen sich her, wenn man die Gedichte liest und die Bilder auf den Seiten davor und danach hinzuzieht. Man kann sich schon mit zweijährigen Kindern über die wunderbaren Zeichnungen unterhalten; den etwas älteren Kindern (ab drei oder vier Jahren) die humorvollen Gedichte dazu vorlesen. Je älter die Kinder werden, desto komplexer lassen sich die Beziehungen zwischen Texten und Bildern thematisieren und zu eigenen Arbeiten anregen. Ein Bastelbogen liegt jedem Buch bei, außerdem die Anregung zu einem Liebesbrief an die Erde.

Eine Liebeserklärung an die Erde fällt Polmans nicht schwer und grade in der Arbeit mit Kindern versucht er bei ihnen eine Verbundenheit zur Natur herzustellen. So bietet er unter anderem, gemeinsam mit dem Naturpark Schwalm-Nette Naturwanderungen und Workshops an: „Es ist mein Job grade jungen Menschen zu zeigen, dass die Natur und eben auch die kleinen Dinge schön sind. Ich glaube ohnehin, dass wenn man für sich erst wieder eine Verbindung zur Natur schafft, dann möchte man diese auch nicht zerstören.“

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