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Brüggens Bürgermeister Frank Gellen hielt seine erste Neujahrsansprache im Bürgersaal: Nicht totreden, nicht verschweigen

Brüggens Bürgermeister Frank Gellen hielt seine erste Neujahrsansprache im Bürgersaal : Nicht totreden, nicht verschweigen

Erstmalig lud Frank Gellen als Brüggener Bürgermeister zum Neujahrsempfang der Burggemeinde in den Brachter Bürgersaal ein. Unterstützung hatte sich Frank Gellen von seinen Kollegen, den stellvertretenden Bürgermeistern, geholt.

Denn viele Bürger galt es persönlich zu begrüßen - der Bürgersaal war bis auf die letzten Plätze gefüllt.

Brüggen. Zu Beginn seiner Neujahrsansprache lud Bürgermeister Frank Gellen die Besucher zu einer Schweigeminute für die Verstorbenen der Burggemeinde sowie die Opfer des Terroraktes in Paris ein. Nach diesem Zeichen der Solidarität bedankte Gellen sich für einen „respektvollen und fairen Wahlkampf“ bei seinen Konkurrenten und verwies darauf „dass nunmehr eine gewisse Planbarkeit aufkeimt“ - bei den Themen, die in dieser Zeit geruht haben.

Seine stellvertretenden Bürgermeister Claudia Wolters, Udo Rosowski und Helmut Stoffers - die Herren mit der neuen offiziellen Bürgermeisterkrawatte 2015 bekleidet - bat er auf die Bühne und überreichte ihnen symbolisch „als äußerliches Zeichen eurer Funktion“ die neuen persönlichen Visitenkarten. Im Publikum sorgte dies für einige Lacher.

Frank Gellen verwies in seiner Rede auf einige Punkte, die die Bürger der Burggemeinde bewegen, u.a. die Ausweitung der Erreichbarkeit der Verwaltung mit Bürgersprechstunden und Facebook-Auftritt. „Die neue Burggemeindehalle, die kann was, hat eine nahezu 100-prozentige Auslastung“, unterstrich er. Die Planung bezüglich der Vergabe würde zukünftig optimiert werden, versprach Gellen weiter.

Wichtig sei ihm besonders auch das Thema Flüchtlinge und wie die Bürger mit diesem Thema umgehen würden. „Sehr berührt hat mich der Erfolg des Runden Tisches ’Asyl’, den rund 150 Menschen besucht haben.“

Das Thema Finanzen möchte er nicht totreden, aber auch nicht verschweigen. „Wir sind zur vorläufigen Haushaltführung verdonnert. Das ist wie die Verabreichung eines Korsetts, hält aber auch Chancen bereit“. Weiter fügt er an: „Die außenstehenden Verpflichtungen betragen 47,6 Prozent oder rund 14,5 Millionen.“

Weitere Themen umreißt Gellen kurz: LEADER, Einzelhandel, Dorfinnenentwicklung Bracht, Stromkonzession, Betreuung im Alter, Glasfaserausbau und die papierlose Ratsarbeit, die im März starten soll. „Da gehen wir ganz neue Wege, wobei wir rund 22.000 Euro im Jahr einsparen.“

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Auch die Planungen für einen Kunstrasenplatz für TuRa laufen und die Fertigstellung der Umkleiden der TSF Bracht werden in diesem Jahr fertig gestellt.

Traditionell wurden beim Neujahrsempfang auch Bürger geehrt, die „seit Jahrzehnten unschätzbar wertvolle Dienste geleistet haben“. Der Rat hat in diesem Jahr drei Bürger ausgewählt, die die Ehrenplakette nun von Bürgermeister Frank Gellen überreicht bekamen: Günter Caris (70) steht für 50-jähriges ehrenamtliches Wirken in unterschiedlichen Bereichen. Hans-Peter Göppert (58) engagiert sich u.a. seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde Bracht-Breyell.

Und Friedhelm „Frico“ Leven (56) hat neben vielen weiteren Ehrenämtern (z.B. Burundi-Hilfe) vor 39 Jahren die KJG-Jungengruppe „Frico-Boys“ ins Leben gerufen, die er immer noch leitet.

(Report Anzeigenblatt)